Am Freitag fand in einer Halle des Messegeländes das Abendgebet als „Nacht der Lichter“ mit Gesängen aus Taizé statt; 6000 Leuten hatten Platz gefunden, für die Übrigen wurde das Gebet über Lautsprecher im Außenbereich übertragen.
Frère Alois sagte während des Gebets: „Jede und jeder von uns kann die Hoffnung, die wir in Christus haben, anderen weitergeben. An uns ist es, einfache und passende Worte zu finden, um den Glauben, der uns leben lässt, anderen auf unaufdringliche Weise zugänglich zu machen. Dabei geschieht etwas Überraschendes: Indem wir dieses Vertrauen anderen weitergeben, dringen wir selbst immer tiefer in das Geheimnis der Auferstehung Christi ein. So wird dieses Geheimnis immer mehr zur Mitte unseres Lebenswegs und kann unser Leben verändern.“
Neben der „Nacht der Lichter“ war auf dem Olympiagelände ein „Treffpunkt Taizé“ eingerichtet. Julia hat dort mitgeholfen und schreibt:
„Die Event-Arena und ein Großteil des Münchner Olympiaparks war während des Kirchentags das „Zentrum Jugend“ mit verschiedensten Mitmachangeboten für Jugendliche. Mitten in diesem lebendigen Treiben befand sich die Halle, in der Jugendliche zusammen mit den Brüdern von Taizé jede volle Stunde zu einem gemeinsamen Gebet einluden. Die große Ikone, die schon von weitem durch die offenen Hallentüren zu sehen war, aufmerksam gemacht, kamen die Kirchentagsbesucher einfach herein und blieben zum Gebet. Vielen war Taizé durch die Lieder ein Begriff oder hörten zum ersten Mal davon; sie stellten nach dem Gebet viele Fragen, was Taizé sei und wie man an den Jugendtreffen teilnehmen könne. Auch hörten wir oft, wie schön es gewesen sei, inmitten eines anstrengenden Kirchentag-Tages einen ruhigen Raum gefunden zu haben und für eine halbe Stunde im Gebet innezuhalten.“