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„Tag des Vertrauens“ in Goiás

Ein- oder zweimal im Jahr bereiten die Brüder von Taizé, die in Brasilien leben, ein Jugendtreffen in einer großen Stadt des Landes vor. Diese „Tage des Vertrauens“ sind Etappen auf dem „Pilgerweg des Vertrauens auf der Erde“. Jedes Treffen erfüllt seine Teilnehmer mit Hoffnung. Das jüngste fand vom 9. bis 12. Oktober in Goiás, einer geschichtsträchtigen Stadt im Westen Brasiliens statt. Mehr als tausend Leute nahmen daran teil. Der Bischof sah mit großer Freude, wie die Jugendlichen sich versammelten, da die Ortskirche sich schwer tut, die Jugendlichen zu erreichen.

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Während der dreimonatigen intensiven Vorbereitungszeit wohnte das Team im Haus des Bischofs am Stadtrand von Goiás. Er hat mit seiner einfachen und brüderlichen Art den zwölf Jugendlichen sehr geholfen, die sich vorher meist nicht untereinander kannten und während der Vorbereitungszeit große Herausforderungen bestanden.

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In der Ortskirche nehmen nur wenige Jugendliche aktiv am kirchlichen Leben teil. Mehrere Kirchengemeinden haben keine Jugendgruppen. Im Gegensatz zu anderen „Tagen“ war es schwierig, ein örtliches Vorbereitungsteam zusammenzustellen, so daß die Verantwortung bei der von auswärts gekommenen Gruppe lag. Dagegen gab es gute Zusammenarbeit mit jungen Ordensleuten, einem dafür freigestellten Dominikaner und einem Benediktinerkloster, das seit langem mit der Fraternität von Taizé in Brasilien verbunden ist. Vor 38 Jahren gehörte der Prior des Klosters zu einer Fraternität im nordöstlichen Olinda, wo seinerzeit Brüder aus Taizé und Benediktiner zusammenlebten.

Das Gymnasium, in dem das Treffen stattfand, war mit örtlichen Pflanzen und Nachbildungen aus der Geschichte von Goiás dekoriert, das im 18. Jahrhundert von Goldsuchern gegründet wurde.

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Während des ersten Gebets konnte ein Teil der Jugendlichen keine Stille finden. Aber in den darauffolgenden Tagen wurde die Gebetsatmosphäre intensiver. Am Montagabend, während des Gebets vor dem Kreuz und beim Abschlußgottesdienst waren alle mit dem Herzen dabei. Für den letzten Gottesdienst hatte eine Frau zuhause 500 kleine Kuchen gebakken, die gesegnet und dann für Gruppen zu je fünfzig ausgeteilt wurden, wie es bei der Brotvermehrung der Fall war. Das Glaubensbekenntnis wurde im Dialog gesprochen, wie es bei der Taufe üblich ist.

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In der Gegend gibt es eine Reihe von Lagern landloser Bauern. Während des Monats vor dem „Tag“ besuchte sie ein Bruder und wohnte eine Woche lang in einem der Lager. Daraufhin nahmen die Männer dort 25 Jugendliche zusammen mit dem Bruder auf. Für die Jugendlichen, die aus der Stadt kamen, war das ein großes Abenteuer. Am letzten Tag erzählten sie bewegt von allem, besonders von der Großzügigkeit, mit der sie aufgenommen wurden.

Letzte Aktualisierung: 18. März 2005