29. Dezember 2003 bis 2. Januar 2004
„Seit gestern früh ist Hamburg nicht mehr so, wie es war… es ist wie verwandelt!" So beschreibt ein Hamburger Journalist die Atmosphäre während des 26. Europäischen Jugendtreffens vom 29. Dezember bis zum 2. Januar. Überall in der Stadt hießen große Leuchttafeln mit den Worten „Wege des Vertrauens" die Teilnehmer des Treffens willkommen. „Dies kann man sowohl persönlich verstehen, um seinen eigenen Glauben zu vertiefen, aber auch um Wege des Vertrauens zwischen Menschen oder zwischen Völkern zu entdecken."
Fast 60.000 junge Leute waren dazu in der Hansestadt zusammengekommen, 20.000 von ihnen von Familien aufgenommen: Ein Zeichen der Gastfreundschaft dieser Stadt und ihrer Bewohner. Am Anfang stand ein gemeinsamer Brief, in dem die katholische und die evangelischen Kirchen der Stadt die Brüder eingeladen hatten, nach Hamburg zu kommen und die Möglichkeiten für ein Treffen zu erkunden.
Wie kann es weitergehen?
„Unmittelbar nach dem Treffen ging das tägliche Mittagsgebet, das sich durch die ganze Vorbereitungszeit gezogen hatte, in der Hauptkirche St. Petri weiter. Am Sonntag, den 18. Januar, waren die Vorbereitungsgruppen und alle Gastfamilien, die junge Menschen bei sich aufgenommen hatten, zu einem abschließenden gemeinsamen Gebet nach St. Petri eingeladen. Eines der ersten Treffen nach der Abreise der jungen Gäste fand in Börnsen statt. Die Vorbereitungsgruppe der Gemeinde kam noch einmal zusammen, um von ihren Erfahrungen zu erzählen: Unzählige berührende und lustige Begebenheiten wurden erwähnt. Aber es tauchte auch die Frage auf: Was kann in der Kirchengemeinde nach diesen gemeinsamen Tagen weitergehen? Mehrere waren davon beeindruckt, dass ein Bibeltext und einige Fragen genügen, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Eine solche Art der Begegnung braucht nicht lange vorbereitet zu werden und ganz unterschiedliche Leute können auf diese Weise zusammenkommen und sich austauschen. So wurde der Vorschlag gemacht, sich einmal im Monat zum Abendessen zu treffen. Danach soll in kleinen Gruppen gemeinsam ein kurzer Text gelesen werden, zu dem jeder etwas sagen kann. Zum Abschluss kommen dann alle zu einem schlichten Gebet in der Kirche zusammen. Am geeignetsten wäre das Gemeindezentrum im Neubaugebiet; so werden vor allem auch die neuzugezogenen Familien in der Gemeinde angesprochen."
In diesem Teil der Homepage: Presseberichte über das Treffen, die Meditationen von Frère Roger während der Abendgebete, sowie die eingegangenen Grußbotschaften von Papst Johannes Paul II., UN-Generalsekretär Kofi Annan, Patriarch Alexis II. von Moskau und des Erzbischofs von Canterbury, Rowan Williams. Außerdem der Jahrebrief 2004 von Frère Roger: „An den Quellen der Freude" und eine Fotoserie über das Treffen. Weitere Berichte folgen.