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Thailand

Gemeinsame Gebete in Bangkog

Jugendliche treffen sich in Bangkok einmal im Monat zu einem gemeinsamen Gebet. Diese begannen in der Vorbereitung auf den Besuch von Frère Alois in Bangkok im November 2007. Sie finden jeden Monat in der Kirche einer anderen Konfession statt: neben katholischen, anglikanischen und presbyterianischen Gemeinden auch in einem Kinderheim der evangelisch-lutherischen Kirche oder in einem Studentenzentrum der Church of Christ in Thailand. Eine kleine Gruppe der evangelisch-lutherischen und der katholischen Kirche kümmert sich um die Vorbereitung der Gebete, die Lutheraner und die Jugend der katholischen Laienkommission zusammenbringt. Die Gebete sind ein schlichtes Zeichen der Gemeinschaft, die das so nötige Vertrauen wachsen lassen.

Das nächste Gebet

Sonntag, 4. Dezember, 15 Uhr
Mater Dei Chapel,
534, Ploenchit Road, Bangkok 10330
Kontakt: CYO Office:02-681-3900 ext.1504-5
Jukka Helle: 089-699-710829

Gebete an neuen Orten in Bangkok

An einem regnerischen Freitagnachmittag im September fand ein schönes Gebet in Heart´s Home statt, einem dicht besiedelten Khlong Toey-Viertel in Bangkok. Die meisten Menschen in diesem Stadtteil sind arm. Viele müssen kämpfen, um das Nötigste zum Leben zu verdienen.

Das Heart´s Home war leicht zu finden, Anwohner zeigten uns den Weg zu einem kleinen Haus auf einem schmalen „soi“. Freiwillige aus dem Heart´s Home begrüßten alle herzlich und bald begann das Gebet. Es waren Menschen verschiedener Kirchen und Nationalitäten gekommen. Es waren auch einige Kinder da; der Ort und die Freiwilligen sind offensichtlich gut bekannt bei diesen armen Kindern. Man konnte beobachten, wie die Kinder hier die Aufmerksamkeit und Wärme finden, die ihnen vielleicht zuhause fehlt. Das Gebet war ein wunderschönes Zeichen der Hoffnung und der Liebe in einem der ärmsten Viertel von Bangkok.

In der folgenden Woche verbrachte einer der Brüder einen ganzen Tag mit den Studenten des Evangelisch-Lutherischen Seminars in Bangkok. Der Tag war Teil eines fünftägigen Kurses über Spiritualität und Meditation der christlichen Tradition. Diskussion, Austausch und Gespräch mit den Jugendlichen waren eine gegenseitige Bereicherung. Besonders das Gruppengespräch über den Brief aus Chile von Frère Alois öffnete neue Perspektiven um zu sehen, wie wir Träger von Freude, Mitgefühl und Vergebung werden können. Zwei Gebete während des Tages brachten uns an die Quelle dieser Haltungen Gottes.


Pilgerweg des Vertrauens in Bangkok 2007

«Zu lieben wählen, zu hoffen wählen».
Meditatives Abendgebet mit Frère Alois, Prior von Taizé,
in der Bangkoker Himmelfahrtskathedrale.

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Am Abend des 11. Novembers 2007 war die Himmelfahrtskathedrale in Bangkok voll von Menschen. Aus den verschiedenen christlichen Kirchen, Traditionen, Gemeinden, Kongregationen, Schulen und Gemeinschaften waren sie zum lang vorbereiteten gemeinsamen Gebet gekommen.

Kardinal Michael Michai Kitbunchu, Erzbischof von Bangkok, begrüßte die Anwesenden und drückte seine Freude darüber aus, dass Christen verschiedener Konfessionen zusammengekommen waren. Der Bischof der Lutherischen Kirche Thailands nahm ebenfalls teil, des Weiteren der Vizemoderator der „Church of Christ“ in Thailand und ein Repräsentant der Russisch-Orthodoxen Kirche, dem Moskauer Patriarchaten von Thailand… [1]

Die Kathedrale war wunderschön mit Ikonen geschmückt. Das Katholische Jugendamt hatte zusammen mit Gläubigen der verschiedenen Konfessionen die Verantwortung für die praktische Organisation übernommen.

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Alles verlief in froher und getragener Atmosphäre. Die Gesänge wurden fast ausschließlich auf Thai gesungen, die Lesungen folgten auf Thai und Englisch; durch die Fürbitten in verschiedenen Sprachen wurde der internationale und ökumenische Charakter des Gebets an diesem wunderschönen Abend noch deutlicher. Bis aus Laos, Malaysia, Singapur und den Philippinen waren junge Menschen gekommen.

In seiner Meditation sprach Frère Alois über die christliche Hoffnung, die direkt um jeden Einzelnen von uns herum aufkeimen kann; beispielsweise, indem wir auf Menschen in unserer Umgebung zugehen, insbesondere auf Schwächere. Er sprach von seiner Hoffnung, dass die Kirchengemeinden vor allem anderen zu Orten der Güte des Herzens und des Vertrauens werden, an denen Menschen einander annehmen.

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Gegen Ende des Gebets wurde die Kreuzikone auf den Boden gelegt. Der Gesang ging weiter und die Menschen warteten geduldig in langen Schlangen, um Christus am Kreuz ihre Sorgen und Nöte anzuvertrauen. Es war, als ob einige Menschen die ganze Nacht im Gebet verharren wollten, sie rückten immer näher an das Kreuz heran und der Gesang ging immer weiter. Wo Menschen Christus ihre Sorgen anvertrauen, keimte im Herzen Vertrauen, Freude und Hoffnung auf.

Vor dem Gebet fand ein Workshop statt, an dem etwa 250 Menschen teilnahmen.

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Die Vorbereitung für den Tag hatte bereits Anfang des Jahres begonnen, mit Gebeten an verschiedenen Orten, in verschiedenen Kirchen, an Plätzen des Leidens und der Hoffnung; in katholischen Schulen, Seminaren, einer Tagesstätte der ev.-luth. Kirche, in einem Slum, in einer orthodoxen Kapelle, einer anglikanischen Kirche… Die ökumenische Zusammenarbeit und die daraus entstandene Hoffnung, Liebe und Versöhnung sollten in Thailand weitergehen. Während der Gebete in der Vorbereitungszeit drückten viele Menschen den Wunsch aus, öfter zum gemeinsamen Gebet zusammenzukommen. In Thailand gehört nur eine Minderheit von 1 % der Bevölkerung dem christlichen Glauben an. Dies ruft zu einem gemeinsamen Zeugnis Christi für Frieden, Versöhnung und Hoffnung im Land auf. Das gemeinsame Gebet ist sicherlich einer der besten Wege, um diesen Weg gemeinsam weiterzugehen.

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[1] „Wir möchten unsere Dankbarkeit Seiner Eminenz Kardinal Michai Kitbunchu für seine Gegenwart und seine begrüßenden Worte ausdrücken. Ein weiterer Dank für ihre Teilnahme geht an Bischof Pierre Bach,
dem ehemaligen Apostolischen Vikar von Thaket – Savannaket in Laos, dem Verantwortlichen für die laotische Diaspora;
Bischof Visanukorn Upama von der Evangelisch-Lutherischen Kirche von Thailand;
Dr. Banjong Chomphuwong, Vizemoderator der `Church of Christ´ in Thailand;
Msgr. Dennis von der Apostolischen Nuntiatur;
Rev. Oleg Cherepanin, Repräsentant der Russisch-Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats.
Ebenfalls sind wir dankbar für die Gegenwart der Jugendlichen aus Laos, den Philippinen, Hongkong, Singapur und Malaysia, die für dieses Gebet aus ihren Ländern angereist sind. Ebenfalls wollen wir die Jugendlichen aus Myanmar und Indien begrüßen, die hier in Bangkok studieren.“

Jedes Jahr nehmen Jugendliche verschiedener Kirchen in Thailand für drei Monate an den Jugendtreffen in Taizé teil.
Letzte Aktualisierung: 13. November 2011