
Am 24. Februar starb Frère Michel durch einen Unfall in Australien, wo er sich zu Besuch aufhielt. Er war 73 Jahre alt und verantwortlich für die Fraternität der Brüder in Alagoinhas/Brasilien.
Frère Michel wurde 1936 in Papua-Neuguinea geboren, wo seine aus Deutschland stammenden Eltern als Missionare tätig waren. In Australien und Deutschland besuchte er die Schule und absolvierte einen Teil seines Studiums.
Nach seinem Eintritt in die Communauté 1959 promovierte er in Paris in Soziologie. In dieser Zeit betreute er auch die freiwilligen Helfer der Aktion Sühnezeichen, die 1962/63 die Kirche der Versöhnung in Taizé als Zeichen der Aussöhnung zwischen Deutschland und Frankreich nach dem Zweiten Weltkrieg errichteten.
Seit 1966 lebte Frère Michel in Lateinamerika, wo er für die Fraternität der Brüder in Brasilien verantwortlich war, von 1967 bis 1972 zunächst in Recife, danach bis 1978 in Vitoria und seitdem in Alagoinhas. Die Brüder teilen absichtslos das einfache Leben der Ärmsten und tragen gleichzeitig aktiv zur Verbesserung der Lebensverhältnisse in ihrem Stadtteil bei. Eine von Frère Michel ins Leben gerufene Blinden- und Taubstummenschule hat landesweit einen sehr guten Ruf. Durch den Empfang Jugendlicher und die von den Brüdern jährlich organisierten Jugendtreffen in verschiedenen Städten war Frère Michel sehr bekannt und vielen jungen Menschen in Brasilien eine Bezugsperson geworden.
Mit einem gemeinsamen Gebet wird am Samstag, den 14. März, in Taizé seiner gedacht.