Ottawa
Meine Reise führte mich in sieben Städte Nordamerikas und an viele Universitäten. Ich war beeindruckt von der dynamischen Kraft einiger Seelsorgeteams. Die Sacred Heart-Gemeinde, die Studentengemeinde der Universität von Ottawa, hat einen neuen Pfarrer. Wir hatten ein langes Gespräch auf der Fahrt zwischen Ottawa und Quebec. Er denkt sehr viel über die heutige Missionierung nach und war überzeugt, dass ganze Gemeinden missioniert werden müssen. Zahlreiche Projekte, die in diese Richtung gehen, nehmen gerade Formen an. In seinen Worten lag viel Erfrischendes. In seiner Gemeinde nahmen wir am 17. März an einem wunderschönen Gebet mit einigen Hundert Menschen teil. Ordensschwestern aus Frankreich sind seit ca. 30 Jahren für die Gestaltung des Gebets verantwortlich und viele Jugendlichen haben dort vierstimmig singen gelernt.
Hamilton, Ontario
Am Redeemer University College, eine Universität in Hamilton, in Ontario, die ihre Wurzeln in der reformierten Tradition hat, war der Empfang sehr herzlich. Studenten dieser Universität waren letztes Jahr nach Taizé gekommen. Wir hatten ein Gebet mit ihnen, gemeinsam mit einigen Dozenten und anderen Menschen des Universitätspersonals; anschließend kam es in der Mittagspause zu einer guten Diskussion mit den Dozenten.
Toronto
In Toronto empfing uns bereits zum dritten Mal hintereinander die Rosenkranzgemeinde für ein Gebet, das bis spät in die Nacht des 11. März dauerte. Das katholische Jugendamt der Erzdiözese Toronto hatte die Idee zu diesem Treffen. Angesichts der immensen Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert sind, starten die Verantwortlichen des Jugendamtes Initiativen, um Jugendliche anzusprechen und zu einer Vertiefung ihres Glaubens zu führen.
Quebec
In Quebec, an der Laval-Universität, und in London, an der Western-Universität, fand am Samstag, zusätzlich zum Gebet am Freitagabend, ein gemeinsames Nachdenken über den im „Brief aus China“ enthaltenen Ruf „sich für die Freude zu entscheiden“ statt. Auch dort dachten wir viel über die Jugendgottesdienste der Diözese und der Universität statt. Keiner hatte eine fertige Lösung parat, aber wir waren fern davon aufzugeben. Zahlreiche Jugendliche aus Quebec werden während des Sommers, auf ihren Weg nach Madrid, nach Taizé kommen.
Montreal
In Montreal empfing uns das Saint Josephs Oratorium für ein Gebet, bei dem mehr als 600 Menschen zusammenkamen. Viele von denen, die dass Treffen in Montreal in 2007 unterstützt hatten, freuten sich, sich wieder zu sehen. Wir hatten uns um 18 Uhr vor dem Gebet zu einem Austausch verabredet und uns auf ein Dutzend Menschen eingestellt. Tatsächlich mussten wir uns in dem Raum zwängen, in dem die DVD gezeigt wurde und wo ich dann über das Treffen in Rotterdam sprach und über das bevorstehende Treffen in Kigali/Ruanda. Eine große Gruppe vietnamesischer Teeanger nahm an diesem Gebet als Teil ihrer Firmvorbereitung teil. Ich dachte, das Gebet würde gegen 22 Uhr enden, aber die Gesänge gingen bis spät in die Nacht weiter, als ob keiner diesen großartigen Frieden, den wir gemeinsam an diesem Abend einatmeten, verlassen wollte.
Zwei Tage zuvor fand ein weiteres wunderschönes Gebet in der anglikanischen Kathedrale in Montreal statt.
Die Tage in Montreal verschafften mir die Gelegenheit, junge Erwachsene zu treffen. Mehrere von ihnen absolvierten ein Promotionsstudium: einer in Geschichte, ein anderer in Philosophie, wieder ein anderer in Naturwissenschaft; alle hatten sich ein demütiges Herz bewahrt, sie hören zu, fragen sich, wie man anderen dienen kann, wie sie ihren Platz finden können. Ein weiteres wunderschönes Treffen fand mit einer jungen Schauspielerin statt, die nun Novizin in einer Ordensgemeinschaft in Montreal ist. Kein Zweifel daran, dass diese Jugendlichen sich nicht darüber bewusst sind, wie wichtig ihr Zeugnis ist.
Chicago
Die Einladung nach Chicago kam von der DePaul-Universität, der größten katholischen Universität der Vereinigten Staaten. Der Studentenseelsorger kommt seit 17 Jahren nach Taizé. Letztes Jahr begleiteten ihn mehrere Mitglieder seines Teams nach Taizé und andere bereiten sich darauf vor, im nächsten Juli zu kommen. Die Universitätskapelle und die Räume der Studentengemeinde sind ideal am Eingang des „Studentengebäudes“ gelegen. Die Wände der Kapelle sind aus Glas und schirmen den umgebenden Lärm ab, während Studenten gleichzeitig sehen können, dass die Kapelle ein Gebetsort für Jugendliche ist. Dienstagmittags feiern sie hier einen Gottesdienst mit Gesängen aus Taizé und Dienstagabends, um 21.30 Uhr, bringt ein Gebet mit den Gesängen viele Jugendliche zusammen. An dem Dienstag, an dem ich dort war, mussten wir uns zusammendrängen, um alle in die Kapelle zu passen. Am darauf folgenden Tag kamen ebenfalls viele Jugendliche in der wunderschönen Kapelle der Jesuit Loyola-Universität zusammen. Dies passiert jeden Mittwochabend. Die Gesänge waren wunderbar gesungen.
In Chicago und Umgebung organisieren Kirchen aller Konfessionen Abendgebete mit Gesängen aus Taizé. Eine Pastorin der Presbyterianischen Kirche erzählte mir: „Es kommen keine Massen, aber ich weiß, dass es für viele der einzige Kontakt mit dem Glauben ist. Es ist wichtig, dass es Angebote für Leute gibt, die Durst nach Kontemplation verspüren. Dieser Durst besteht unter jungen Menschen, oft müssen sie allein damit zurechtkommen. Sie gehören zu einer Generation, an die der Glaube nicht mehr weitergegeben wurde. Es liegt an uns, zu helfen.“
Februar - März 2010
Wie jedes Jahr reiste einer der Brüder der Communauté im Februar und März nach Kanada. Er begann sein Programm in Saskatchewan, wo er auf Einladung der anglikanischen Diözese Qu’appelle, vom 8. bis 11. Februar, Einkehrtage für die Geistlichen der Diözese leitete.
Freunde in Ottawa – so treu seit vielen Jahren – empfingen ihn für ein Gebet in der Sacred Heart Church. In Montreal hatten orthodoxe Freunde die Gemeinschaft seit langer Zeit gebeten ein Gebet in einer ihrer Kirchen zu gestalten.
„Überall wo ich hinkam, wurde ich herzlich empfangen. Die Menschen in Montreal waren überrascht, die Kirche so überfüllt zu sehen. Die Menschen standen hinten. Das Gebet rund um das Kreuz dauerte lange an. Der orthodoxe Bischof der Kirche von Antioch nahm teil und sprach zu Beginn. Auch er sucht nach Wegen den Jugendlichen zu helfen Christus zu entdecken.“
Eine weitere Einladung der Studentengemeinde des King’s University College in London, Ontario, war eine gute Gelegenheit für ein Gebet und Freunde in der Region zu treffen.
Zum Ende seines Aufenthaltes, am 5. März, gestaltete der Bruder auf Einladung des Jugendamtes der Erzdiözese Toronto ein Abendgebet in der Holy Rosary Church.
Mehrere Treffen im März 2009
Im März 2009 nahmen viele Jugendliche an Treffen in Montreal, Ottawa, London und Toronto teil.
In der Gemeinde St. Joseph hatten selbst die größten Optimisten nicht mit einem solchen Andrang gerechnet. So gingen die Liedzettel aus... Vor dem Gebet wurde ein kurzer Film über das Treffen in Nairobi am Ende letzten Jahres gezeigt. Viele waren sehr berührt davon, Jugendliche die unter solch schwierigen Umständen leben, über Vertrauen, Hoffnung und Versöhnung sprechen zu hören.
Eine Gruppe aus Montreal hofft, organisiert durch das bischöfliche Jugendamt, diesen Sommer mit einem Weihbischof, der ebenfalls am Abendgebet teilnahm, nach Taizé kommen zu können.
In Ottawa fand das Treffen, wie schon mehrmals zuvor, in der St. Paul’s University statt. Mehrere Säle und die schöne Kapelle waren vorbereitet worden. Die Jugendlichen waren von weither angereist, um am Treffen teilzunehmen. Vier Jugendliche waren in einem vierstündigen Flug bis aus Colorado angereist, andere aus Toronto, Montreal und Quebec. Viele fanden sich von den Herausforderungen des „Briefes aus Kenia“ angesprochen. Auch der Erzbischof von Ottawa war zum Gebet am Freitagabend gekommen. Eine Gruppe aus Ottawa wird diesen Sommer nach Taizé kommen.
In London und in Toronto brachten wunderschöne Abendgebete mehrere Hundert Jugendliche zusammen. Die Kirche der Rosenkranzgemeinde war voll von Jugendlichen aus der ganzen Region und von ganz verschiedener Herkunft: Chinesen, Philippinos, Vietnamesen, Polen, Libanesen, französisch- und und englischsprachige.
Toronto, Montreal, Ottawa: 2008
Vom 1. bis zum 3. Februar führte einer der Brüder durch ein Wochenende des Gebets und des Austausches in Toronto/Kanada. Die Gebete fanden in der Basilika St. Paul statt. Für weitere Aktivitäten wurden die United Church und die anglikanische Kathedrale genutzt. Ein Teilnehmer schreibt: „Am Freitag, dem Ankunftstag, tobte ein heftiger Schneesturm. Es waren so viele Anmeldungen von außerhalb eingetroffen wie aus Toronto selbst (besonders aus Quebec) und wir sorgten uns um die Sicherheit der Reisenden… Und dass sie vielleicht nicht kommen! Wie auch immer, erwarteten wir ein halbes Dutzend aus Ottawa, und alle kamen. Es war unglaublich: sogar eine Gruppe aus Amos, aus dem Norden von Quebec, war gekommen. Sie fuhren 14 Stunden mit dem Auto, unter ihnen einige mit wenigen finanziellen Mitteln. 13 kamen aus Quebec Stadt. Wie immer trafen wir uns zu Bibeleinführungen. Der Austausch in den anschließenden Kleingruppen lief sehr gut und die Gebete waren sehr schön. Es scheint, als ob die Jugendlichen wirklich davon berührt waren.“
Eine Woche später trafen sich 200 junge Erwachsene verschiedener Konfessionen zum Gebet in der Kirche St. Albert, in Montreal. Während des Gebets hielt einer der Brüder eine Meditation, basierend auf den Satz aus dem Brief von Frère Alois „An jemanden, der Christus nachfolgen möchte‟, „Glücklich, wer sich nicht der Angst überlässt, sondern der Gegenwart des Heiligen Geistes.‟ Am darauf folgenden Donnerstag fand ein ähnliches Treffen in Ottawa statt, wo es seit 30 Jahren ein regelmäßiges gemeinsames Gebet mit Gesängen aus Taizé gibt. Der katholische Erzbischof und der anglikanische Bischof von Ottawa nahmen an dem Abend teil, der 300 junge Erwachsene zusammenbrachte.
