Operation Hoffnung

Die Brüder der Communauté von Taizé leben ausschließlich vom Ertrag ihrer Arbeit. Sie nehmen für sich selbst keinerlei Spenden an, und selbst die persönlichen Erbschaften gibt die Communauté an sehr arme Menschen weiter.

Auf den verschiedenen Kontinenten unterstützt die Communauté Menschen in Schwierigkeiten, unter anderem bedürftige oder kranke Kinder.

Darüber hinaus muss sie bisweilen Jugendlichen helfen, die für ihre Fahrt und ihren Aufenthalt in Taizé oder zu den Europäischen Jugendtreffen nicht selbst aufkommen können, weil sie aus fernen Ländern mit ungünstiger Wirtschaftslage kommen.

Um die Operation Hoffnung zu unterstützen: bitte hier klicken.


2015: Hilfe für Flüchtlinge in Ungarn

Nach den Besuchen Freiwilliger in Ungarn, die unter anderem in einer Unterkunft für Minderjährige in Fót mitarbeiteten, gingen bei der „Operation Hoffnung“ Spenden ein, um diese Arbeit zu unterstützen. Damit konnte auch geholfen werden, Flüchtlinge an den Grenzen zu versorgen.

2015: Hilfe beim Bau einer Augenklinik im Kongo

Dr. Richard Hardi lebt seit 20 Jahren als Mitglied einer Laiengemeinschaft in der Demokratischen Republik Kongo. Er ist dort in Mbuji Mayi, der Provinzhauptstadt von East Kasai als Augenarzt tätig, besucht aber auch abgelegene Gebiete, um die Bevölkerung medizinisch zu versorgen.

Er ist weit und breit der einzige Augenarzt, der auch Kinder und schwierigere Fälle behandelt. Jedes Jahr führt er über 2500 chirurgische Eingriffe durch.

Die „Operation Hoffnung“ unterstützt Dr. Hardi beim Aufbau einer Augenklinik, die dringend benötigt wird.

2015: Hilfe für Erdbebenopfer in Nepal

Nach mehreren Erdbeben in Nepal im April und Mai 2015 unterstützte die „Operation Hoffnung“ die deutsche Organisation Freundeskreis Nepalhilfe e.V. (FNH). Mit dem Geld wurden Wellblechdächer für Notunterkünfte gekauft. Dies war sehr dringend nötig, da kurze Zeit nach den Erdstößen die Monsunzeit begann. Das Material kann beim Wiederaufbau der Häuser wieder verwendet werden. Auf diese Weise bekamen 200 Familien eine neue Bleibe.

Ein Freund der Communauté schreibt nach einem Besuch im Land: „Überall Berge von Schutt, auf denen die Menschen sitzen. Wie so oft war auch hier die ärmere Bevölkerung, die in sehr einfachen Häusern lebt, besonders stark betroffen. Mittlerweile hat ein Teil der Menschen Platz in Notunterkünften gefunden, die manchmal besser ausgestattet sind, als ihre früheren Unterkünfte, und in denen sie vielleicht langfristig leben können.“


2015: Hilfe für Flüchtlinge in Jordanien

Jordanien nimmt zur Zeit eine große Zahl von Flüchtlingen aus Syrien auf. Darüber hinaus befinden sich dort sehr viele Menschen aus dem Irak, dem Sudan und aus Somalia. Nach wie vor werden Flüchtlinge und Asylsuchende in diesem Land sehr großzügig aufgenommen, obwohl es eine enorme Herausforderung darstellt, diese Menschen zu versorgen. Seit mehreren Jahren führt der JRS (Flüchtlingsdienst der Jesuiten) in Jordanien einen privat organisierten Schulunterricht in der Griechisch-Katholischen Schule von Ashrafyah in Amman durch, mit dem Namen „Community Learning Centre“.

Im Jahr 2015 konnten immer mehr Flüchtlingskinder nicht in die staatlichen Schulen aufgenommen werden, weshalb der JRS versucht, dieses Schulprojekt besonders auszubauen und Kindern Arabisch, Mathematik, Englisch sowie Grundkenntnisse in Informatik zu vermitteln. Darüber hinaus haben viele Kinder in Syrien keinen Kindergartenplatz. So wird ein privater Kindergartenplatz vor dem Schulunterricht organisiert und Mütter haben in dieser schwierigen Lage gleichzeitig die Möglichkeit, Kurse zur Kinderpflege sowie selbst einen allgemeinen Grundschulunterricht zu besuchen. Dabei werden sie auch mit ihren Grundrechten vertraut gemacht, sie können sich handwerkliche Kenntnisse aneignen und werden in ihrer Aufgabe als Eltern unterstützt.

Neben dem Grundschuldunterricht für Erwachsene erhalten die Frauen eine Ausbildung, die ihnen dabei helfen soll, später den Lebensunterhalt ihrer Familie zu sichern. Dieses Ausbildungsprogramm wird von den Flüchtlingen aus Syrien, dem Irak, aus Somalia, dem Sudan und aus Palästina selbst organisiert.

Eine ganze Reihe von Menschen aus Jordanien arbeiten mit dem JRS zusammen; jordanische Kinder können ebenfalls an diesen Programmen teilnehmen.

Diese verschiedenen Aktivitäten bieten den jungen Flüchtlingen die Möglichkeit, ein Netz gegenseitiger Hilfe aufzubauen, Verantwortungsbewusstsein zu entwickeln und sich darauf vorzubereiten, sich später um andere zu kümmern. In Amman steht ebenfalls ein Psychologe zur Verfügung, der bedürftige Menschen berät.

In Zahlen ausgedrückt: Das „Community Learning Centre“ hilft zur Zeit den 1600 Flüchtlingen, davon 220 Kinder, 670 Jugendliche sowie 270 Frauen in sehr schwierigen Situationen.

Die Communauté von Taizé wird dieses Projekt des jordanischen JRS über die Operation Hoffnung unterstützen, um vor Ort die nötigen Hilfsmittel kaufen zu können. Ein Freiwilliger wird von Taizé aus nach Jordanien fahren, um für eine gewisse Zeit in diesem Flüchtlingslager mitzuhelfen.

2015: Sammlung von Medikamenten für Kuba

Im Oktober 2014 war Frère Alois zusammen mit mehreren Brüdern der Communauté zu einer Etappe des „Pilgerwegs des Vertrauens in der Karibik“ in Kuba. Gemeinsame Gebete fanden in Havanna und in Matanzas statt. Nach seiner Rückkehr sagte Frère Alois zu den Jugendlichen in Taizé: „Die jungen Kubaner sehnen sich danach, der Isolierung zu entkommen und Kontakte mit Jugendlichen aus anderen Ländern zu knüpfen. Sie haben uns gebeten, euch alle von ihnen zu grüßen. ‚Salz der Erde‘ zu sein bedeutet für sie, sich für die Hoffnung zu entscheiden.“ Im März dieses Jahres war einer der Brüder erneut in diesem Land, um die bestehenden Kontakte zu vertiefen. Er stellte fest, wie sehr es den Menschen an bestimmten Dingen, vor allem an Medikamenten, fehlt. Eine Gruppe von Christen hat ein Netzwerk aufgebaut, das insbesondere der hilfsbedürftigen Bevölkerung medizinische Versorgung zukommen lässt, indem es kleine Krankenstationen in verschiedenen Landesteilen einrichtet. Um diese Gruppe in Kuba zu unterstützen, führt die Communauté eine Sammlung von Medikamenten durch.

Wer die Möglichkeit hat, zu dieser Solidaritätsgeste beizutragen, kann zwischen dem 10. Mai und dem 16. August Medikamente nach Taizé mitbringen. Besonders benötigt werden folgende Präparate: Diclofenac (Entzündungshemmer), Doxycyclin (Antibiotikum), Aspirin, verschiedene Vitaminpräparate, Glucosamin, Amoxicillin, Furosemide (Diuretikum), Cephalexin, Dexchlorpheniramin (Antihistaminikum), Ibuprofen. Diese Medikamente sollten nicht vor Dezember 2015 ablaufen und in geschlossenen Verpackungen abgegeben werden!

Humanitäre Hilfe für Nordkorea

Im Jahr 2015 konnte die Communauté von Taizé zwei Ärzte des Rotkreuz-Krankenhauses von Nordkorea zu einer dreimonatigen Fortbildung nach Paris einladen. Für die Kosten ihres Aufenthalt kommt die Operation Hoffnung auf. Zwischen 2007 und 2011 konnten bereits sechs weitere Ärzte auf diesem Weg einjährige Fortbildungen in Frankreich machen.

Die ersten humanitären Transporte in dieses Land durch die Communauté erfolgten bereits 1998 und 1999, als über eintausend Tonnen Mais an Menschen ging, die unter der jahrelangen Dürre und den anschließenden Überschwemmungen litten.

Seitdem konnte als Zeichen der Solidarität jedes Jahr humanitäre Hilfe ins Land gebracht werden: Milch und Babyflaschen, medizinische Geräte und Medikamente, die unter anderem beim Europäischen Treffen in Berlin Ende 2011 gesammelt worden waren: Dutzende von Paketen mit Medikamenten, Hunderte von Stethoskopen, Fieberthermometern, Bandagen, Verbandsmaterial, Spritzen und die unterschiedlichsten medizinischen Hilfsgüter, darunter auch mehrere große Kisten mit chirurgischen Geräten sowie zwei Sterilisatoren. Die Operation Hoffnung schaffte zusätzlich noch zwei Sauerstoffkonzentratoren an. Diese Zusammenarbeit mit dem Nordkoreanischen Roten Kreuz wurde 2012 und 2013 mit der Versendung medizinischer Geräte weitergeführt. In Nordkorea übernahm das Rote Kreuz die Verteilung an Krankenhäuser und ländliche Kliniken.

Ein Bruder der Communauté aus Südkorea war mehrmals in Nordkorea und begleitete die Verteilung der Nahrungsmittelhilfe.


Einige Beispiele der letzten Hilfsleistungen durch die Operation Hoffnung

Im Südsudan

In einem Dorf 25 km südlich von Rumbek leben etwa fünfzig Familien Leprakranker aus dem ganzen Bundesstaat. Die medizinische Behandlung bringt die Krankheit zwar dauerhaft zum Stillstand und beseitigt die Ansteckungsgefahr, die Verstümmlungen bleiben jedoch und damit verbunden eine oft erhebliche Behinderung. Die Ablehnung, die die Betroffenen in der Gesellschaft erfahren, ist nach wie vor sehr groß. Leprakranke können nicht in ihrer gewohnten Umgebung bleiben. Die Kinder, auch wenn sie selbst nicht von der Krankheit betroffen sind, werden in keiner öffentlichen Schule aufgenommen. Der Mut und die Hoffnung dieser Familien, die aus dem Nichts heraus ein neues Leben in völliger Isoliertheit beginnen mussten, sind bemerkenswert. Die Operation Hoffnung unterstützt den Bau eines Klassenraums, in dem die Grundschulkinder auch während der Regenzeit unterrichtet werden können.

Aufgrund des Bürgerkriegs und der damit einhergehenden Misshandlungen konnten viele Jugendliche nie eine Schule besuchen. Nun geht es vorrangig darum, sie zu fördern. Die Gründung des „Youth Opportunity Centers“ möchte ein deutliches Zeichen in dieser Richtung sein. Auf dem Gelände einer Hilfsorganisation, die während des Bürgerkriegs dort arbeitete, will die Kirche jetzt eine Anlaufstelle für Jugendliche jeglicher Herkunft einrichten, an der ihnen auch Ausbildungsmöglichkeiten geboten werden. Die Operation Hoffnung unterstützt die Errichtung einer Mehrzweckhalle, um das mittlerweile undichte Zelt zu ersetzen.

Siehe auch: Sommer 2013 im Südsudan

Taizé ließ 2009 in China eine Million Bibeln drucken

Anlässlich des Europäischen Jugendtreffens, zu dem am Jahresende 2008 über 40.000 Jugendliche in Brüssel zusammengekommen waren, kündigte Frère Alois an, dass die Communauté in China eine Million Bibeln drucken lassen werde, um die Christen in diesem Land zu unterstützen. In Nanjing wurden 200.000 Gesamtausgaben der Bibel gedruckt, sowie 800.000 Ausgaben des Neue Testaments mit den Psalmen. Die Verteilung erfolgte schrittweise im Laufe des Jahres 2009 in den verschiedenen Teilen des Landes.

Die Communauté unterstützte 2009 ebenfalls die Bibelarbeit der Evangelischen Kirchen in China, was 2010 und 2011 fortgesetzt wurde.

Unterstützung von Aids-Waisen in Äthiopien

Operation Hoffnung unterstützt seit 15 Jahren und auch weiterhin Ordensschwestern in Äthiopien, die sich in Addis Abeba um AIDS-Waisen und Familien Leprakranker kümmern.

Burkina Faso

Burkina Faso liegt in der Sahel-Zone, wo die Trockenzeit ohne Unterbrechung etwa neun Monate andauert. Die Bevölkerung nutzt offene Brunnen, die aber oft austrocknen. Dadurch sind die Menschen gezwungen, unsauberes Wasser zu benutzen, das in künstlichen Becken während der Regenzeit aufgefangen wird. Manchmal müssen die Frauen bis zu zehn Kilometer zu Fuß zurücklegen, um Wasser zu finden, und die wenigen Brunnen werden wegen des raren Wassers und der langen Wartezeiten oft zu einer Konfliktquelle. Operation Hoffnung unterstützt den Bau neuer Brunnen und den Einbau von Pumpen. Diese Brunnen sind wesentliche Mittel zur Wasserversorgung und Krankheitsvorsorge.

2010 wurde ein Projekt unterstützt, um Kinder im Krankenhaus von Nanoro, ebenfalls in Burkina-Faso, mit Milch zu versorgen.

Hilfe nach dem Erdbeben in Indonesien

Am 27. Mai 2006 gab es in der Stadt Jogjakarta, Indonesien, ein starkes Erdbeben, dessen Epizentrum in Bantul, im Außenbereich der Stadt, lag. Sechstausend Menschen starben, davon viertausend in der Stadt selbst. Vielen Häuser, Schulen und Krankenhäuser wurden zerstört. Mit Hilfe der christlichen Gemeinden half die Operation Hoffnung den Opfern der Katastrophe. Unter ihnen waren Familien von Jugendlichen, die schon einmal in Taizé gewesen waren.

Hilfe nach den Überschwemmungen in Bolivien

2007 waren mehrere Bundesstaaten Boliviens, vor allem Beni, von Überschwemmungen betroffen. Die Operation Hoffnung half in der Region Trinidad durch Nahrungslieferungen obdachlos gewordenen Familien, die in Notunterkünften leben mussten.

Während die Ebenen überflutet waren, litten die Menschen im Gebirge des Altiplano unter einer schweren Dürre. Hier half die Operation Hoffnung Bauernfamilien, die dringend Geräte zur Bodenbearbeitung und Aussaat benötigten.

Schulen in Bangladesch

Seit 2008 leistet Operation Hoffnung Schulen in Mymensingh Hilfe. Insgesamt 1500 Kinder besuchen diese Schulen, an denen junge muslimische, hinduistische und christliche Lehrer lernen, zusammenzuarbeiten. Diese Lehrer sind selbst noch Studenten, sie müssen Geld verdienen, um ihr Studium zu finanzieren. Als Gegenleistung unterrichten sie an diesen Schulen Kinder aus extrem armen Verhältnissen. Armen Kindern zu helfen, weckt auch ein Gespür für die Wirklichkeit einer geeinten Menschheitsfamilie, zu der wir alle gehören.

Siehe auch: Ein Stipendienprogramm für Schulen in Mymensingh

Kambodscha: Gastfreundschaft für Kranke

Zwischen 2008 und 2013 unterstützte Operation Hoffnung eine Kirchengemeinde in Boeng Tumpun, in der kranke Menschen aufgenommen werden. Die Gemeinde startete dieses Projekt medizinischer und menschlicher Pflege als Antwort auf die Bedürfnisse armer Dorfbewohner aus verschiedenen Regionen des Landes, deren Würde auch in ihrer Krankheit gewahrt bleiben soll. Durch die Nähe zur Hauptstadt Phnom Penh kann ggf. auch Hilfe großer Krankenhäuser in Anspruch genommen werden. Durch Spenden können Krankenhausgebühren gedeckt, aber auch das Zentrum selbst kann unterhalten werden: Mitarbeitergehälter, Gelder für die Einrichtung, sowie Versorgungs- und Medikamentenkosten.

Siehe auch: Besuche im April 2013

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Printed from: http://www.taize.fr/de_article304.html - 21 October 2017
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