Die „Operation Hoffnung“

Die Brüder der Communauté von Taizé leben ausschließlich vom Ertrag ihrer Arbeit. Sie nehmen für sich selbst keinerlei Spenden an, und selbst die persönlichen Erbschaften gibt die Communauté an sehr arme Menschen weiter.

Auf den verschiedenen Kontinenten unterstützt die Communauté Menschen in Schwierigkeiten, unter anderem bedürftige oder kranke Kinder.

Darüber hinaus hilft sie bisweilen Jugendlichen, die für ihre Fahrt und ihren Aufenthalt in Taizé oder zu den Europäischen, Lateinamerikanischen, Afrikanischen oder Asiatischen Jugendtreffen die dafür nicht selbst aufkommen können.

Durch die „Operation Hoffnung“ kann sich jeder, der das möchte, an dieser gegenseitigen Unterstützung beteiligen.

Um die Operation Hoffnung zu unterstützen: bitte hier klicken.


Hilfe für den Nahen Osten

Die „Operation Hoffnung“ hat kürzlich mehrere Initiativen in dieser Region unterstützt:

- Im Nordlibanon die NRO Relief and Reconciliation for Syria [http://www.reliefandreconciliation.org/] inspiriert von der Arbeit von Pater Paolo dall’Oglio, der in Syrien für das Wissen und die Wertschätzung des Islam arbeitete und die Klostergemeinschaft von Mar Moussa gründete. Diese kleine NRO verbindet humanitäre Hilfe mit syrischen Flüchtlingen im Distrikt Akkar im Norden des Libanon mit Friedensarbeit unter Kindern und Jugendlichen aus den verschiedenen Gemeinschaften in der Region. Durch Relief and Reconciliation for Syria konnte die syrische muslimische Familie, die derzeit in Taizé lebt, nach Frankreich kommen.

- In Syrien, in Aleppo, verteilen die Franziskaner [https://www.proterrasancta.org/it/lappello-del-custode-di-terra-santa-emergenza-siria] Lebensmittelpakete und Soforthilfe an Vertriebene. Sie arbeitet auch daran, Trinkwassernetze einzurichten und Heizöl für Generatoren und Heizungen zu verteilen. Des Weiteren unterstützt diese Ordensgemeinschaft Menschen, die medizinische Hilfe brauchen und übernimmt einen Teil der Kosten. Zudem sorgen die Brüder für die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen und versuchen, Räume für Aktivitäten und Unterricht anzubieten.

- Im Irak, in Erbil, wird der syrisch-orthodoxen Gemeinschaft der Jakobiten geholfen, aus der eine der irakischen Familien in Taizé kommt. Als die christlichen Dörfer in der Ninive-Ebene von der irakischen Armee befreit wurden, stellten die Christen fest, dass ihre Kirchen vom IS verwüstet worden waren. Das gesammelte Geld wird verwendet, um die Vertriebenen in Erbil zu unterstützen, die nicht in die zerstörten Dörfer zurückkehren können, und zur Reinigung und zum Wiederaufbau von Gebetsstätten.

Feiertage für ukrainische Kinder

Dank der „Operation Hoffnung“ wurde in den Sommern 2015 und 2016 eine Gruppe von Kindern aus der Ostukraine für einige Wochen in Taizé empfangen. Ihre Familien flohen im Krieg aus dem Donbass und leben seitdem in Kiew. Für die Kinder im Alter von 7 bis 14 Jahren war der Aufenthalt in Taizé eine Zeit der Freude und des Friedens nach den schweren Kriegsmonaten. Ihre freudige Anwesenheit auf dem Hügel trug auch dazu bei, Solidarität mit denen zu zeigen, die vor den Toren Europas unter Krieg leiden.

Unterstützung benachteiligter Kinder in Haiti

Im Oktober 2014 führten Etappen des Pilgerwegs des Vertrauens Frère Alois und andere Brüder in vier karibische Länder Zentralamerikas. In Haiti besuchten sie eine Gemeinschaft von Schwestern aus Cité Soleil in Port-au-Prince, und seitdem sendet die „Operation Hoffnung“ regelmäßig finanzielle Unterstützung, um die dortige Arbeit mit benachteiligten Kindern zu unterstützen.

2015: Hilfe für Flüchtlinge in Europa

Von Anfang an hat sich die Communauté von Taizé um Flüchtlinge gekümmert. Während des Zweiten Weltkriegs hatte Frère Roger eine Reihe von ihnen in seinem Haus in Taizé versteckt. Später wurden Familien aus Vietnam, Laos, Bosnien und Ruanda aufgenommen – in den letzten Jahren Familien aus dem Irak und Syrien sowie Gruppen von jungen Migranten aus Calais.

Im Jahr 2016 wurden junge Asylsuchende aus dem Sudan, dem Südsudan, Eritrea, Syrien und Afghanistan in Taizé aufgenommen. Dieser Empfang wurde dank der Zusammenarbeit vieler Freiwilliger aus der Region und der finanziellen Unterstützung der „Operation Hoffnung“ ermöglicht. Die Communauté möchte diesen jungen Menschen helfen, selbständig zu werden, sobald ihnen der Flüchtlingsstatus zuerkannt wird.

Die „Operation Hoffnung“ unterstützt auch Initiativen zur Unterstützung von Flüchtlingen, die von Vereinen in der Region um Taizé geleitet werden.

Nach den Besuchen Freiwilliger im Jahre 2015 in Ungarn, die unter anderem in einer Unterkunft für Minderjährige in Fót mitarbeiteten, gingen bei der „Operation Hoffnung“ Spenden ein, um diese Arbeit zu unterstützen. Damit konnte auch geholfen werden, Flüchtlinge an den Grenzen zu versorgen.

2015: Hilfe beim Bau einer Augenklinik im Kongo

Dr. Richard Hardi lebt seit 20 Jahren als Mitglied einer Laiengemeinschaft in der Demokratischen Republik Kongo. Er ist dort in Mbuji Mayi, der Provinzhauptstadt von East Kasai als Augenarzt tätig, besucht aber auch abgelegene Gebiete, um die Bevölkerung medizinisch zu versorgen.

Er ist weit und breit der einzige Augenarzt, der auch Kinder und schwierigere Fälle behandelt. Jedes Jahr führt er über 2500 chirurgische Eingriffe durch.

Die „Operation Hoffnung“ unterstützt Dr. Hardi beim Aufbau einer Augenklinik, die dringend benötigt wird.


Einige Beispiele der letzten Hilfsleistungen durch die Operation Hoffnung

Schulen in Bangladesch

Seit 2008 leistet Operation Hoffnung Schulen in Mymensingh Hilfe. Insgesamt 1500 Kinder besuchen diese Schulen, an denen junge muslimische, hinduistische und christliche Lehrer lernen, zusammenzuarbeiten. Diese Lehrer sind selbst noch Studenten, sie müssen Geld verdienen, um ihr Studium zu finanzieren. Als Gegenleistung unterrichten sie an diesen Schulen Kinder aus extrem armen Verhältnissen. Armen Kindern zu helfen, weckt auch ein Gespür für die Wirklichkeit einer geeinten Menschheitsfamilie, zu der wir alle gehören.

Siehe auch: Ein Stipendienprogramm für Schulen in Mymensingh

Kambodscha: Gastfreundschaft für Kranke

Zwischen 2008 und 2013 unterstützte Operation Hoffnung eine Kirchengemeinde in Boeng Tumpun, in der kranke Menschen aufgenommen werden. Die Gemeinde startete dieses Projekt medizinischer und menschlicher Pflege als Antwort auf die Bedürfnisse armer Dorfbewohner aus verschiedenen Regionen des Landes, deren Würde auch in ihrer Krankheit gewahrt bleiben soll. Durch die Nähe zur Hauptstadt Phnom Penh kann ggf. auch Hilfe großer Krankenhäuser in Anspruch genommen werden. Durch Spenden können Krankenhausgebühren gedeckt, aber auch das Zentrum selbst kann unterhalten werden: Mitarbeitergehälter, Gelder für die Einrichtung, sowie Versorgungs- und Medikamentenkosten.

Siehe auch: Besuche im April 2013

2015: Hilfe für Erdbebenopfer in Nepal

Nach mehreren Erdbeben in Nepal im April und Mai 2015 unterstützte die „Operation Hoffnung“ die deutsche Organisation Freundeskreis Nepalhilfe e.V. (FNH). Mit dem Geld wurden Wellblechdächer für Notunterkünfte gekauft. Dies war sehr dringend nötig, da kurze Zeit nach den Erdstößen die Monsunzeit begann. Das Material kann beim Wiederaufbau der Häuser wieder verwendet werden. Auf diese Weise bekamen 200 Familien eine neue Bleibe.

Ein Freund der Communauté schreibt nach einem Besuch im Land: „Überall Berge von Schutt, auf denen die Menschen sitzen. Wie so oft war auch hier die ärmere Bevölkerung, die in sehr einfachen Häusern lebt, besonders stark betroffen. Mittlerweile hat ein Teil der Menschen Platz in Notunterkünften gefunden, die manchmal besser ausgestattet sind, als ihre früheren Unterkünfte, und in denen sie vielleicht langfristig leben können.“

2015: Sammlung von Medikamenten für Kuba

Im Oktober 2014 war Frère Alois zusammen mit mehreren Brüdern der Communauté zu einer Etappe des „Pilgerwegs des Vertrauens in der Karibik“ in Kuba. Gemeinsame Gebete fanden in Havanna und in Matanzas statt. Nach seiner Rückkehr sagte Frère Alois zu den Jugendlichen in Taizé: „Die jungen Kubaner sehnen sich danach, der Isolierung zu entkommen und Kontakte mit Jugendlichen aus anderen Ländern zu knüpfen. Sie haben uns gebeten, euch alle von ihnen zu grüßen. ‚Salz der Erde‘ zu sein bedeutet für sie, sich für die Hoffnung zu entscheiden.“ Im März dieses Jahres war einer der Brüder erneut in diesem Land, um die bestehenden Kontakte zu vertiefen. Er stellte fest, wie sehr es den Menschen an bestimmten Dingen, vor allem an Medikamenten, fehlt. Eine Gruppe von Christen hat ein Netzwerk aufgebaut, das insbesondere der hilfsbedürftigen Bevölkerung medizinische Versorgung zukommen lässt, indem es kleine Krankenstationen in verschiedenen Landesteilen einrichtet. Mit der „Operation Hoffnung“ führte die Communauté eine Sammlung von Medikamenten durch, die zur Unterstützung dieser Gruppe nach Kuba gesendet wurden: Diclofenac (Entzündungshemmer), Doxycyclin (Antibiotikum), Aspirin, verschiedene Vitaminpräparate, Glucosamin, Amoxicillin, Furosemide (Diuretikum), Cephalexin, Dexchlorpheniramin (Antihistaminikum), Ibuprofen.

Humanitäre Hilfe für Nordkorea

Im Jahr 2016 konnte die Communauté von Taizé zwei Ärzte des Rotkreuz-Krankenhauses von Nordkorea zu einer dreimonatigen Fortbildung nach Paris einladen. Für die Kosten ihres Aufenthalts kommt die Operation Hoffnung auf. Zwischen 2007 und 2011 konnten bereits sechs weitere Ärzte auf diesem Weg einjährige Fortbildungen in Frankreich machen.

Die ersten humanitären Transporte in dieses Land durch die Communauté erfolgten bereits 1998 und 1999, als über eintausend Tonnen Mais an Menschen ging, die unter der jahrelangen Dürre und den anschließenden Überschwemmungen litten.

Seitdem konnte als Zeichen der Solidarität jedes Jahr humanitäre Hilfe ins Land gebracht werden: Milch und Babyflaschen, medizinische Geräte und Medikamente, die unter anderem beim Europäischen Treffen in Berlin Ende 2011 gesammelt worden waren: Dutzende von Paketen mit Medikamenten, Hunderte von Stethoskopen, Fieberthermometern, Bandagen, Verbandsmaterial, Spritzen und die unterschiedlichsten medizinischen Hilfsgüter, darunter auch mehrere große Kisten mit chirurgischen Geräten sowie zwei Sterilisatoren. Die Operation Hoffnung schaffte zusätzlich noch zwei Sauerstoffkonzentratoren an. Diese Zusammenarbeit mit dem Nordkoreanischen Roten Kreuz wurde 2012 und 2013 mit der Versendung medizinischer Geräte weitergeführt. In Nordkorea übernahm das Rote Kreuz die Verteilung an Krankenhäuser und ländliche Kliniken.

Ein Bruder der Communauté aus Südkorea war mehrmals in Nordkorea und begleitete die Verteilung der Nahrungsmittelhilfe.

Im Südsudan

In einem Dorf 25 km südlich von Rumbek leben etwa fünfzig Familien Leprakranker aus dem ganzen Bundesstaat. Die medizinische Behandlung bringt die Krankheit zwar dauerhaft zum Stillstand und beseitigt die Ansteckungsgefahr, die Verstümmlungen bleiben jedoch und damit verbunden eine oft erhebliche Behinderung. Die Ablehnung, die die Betroffenen in der Gesellschaft erfahren, ist nach wie vor sehr groß. Leprakranke können nicht in ihrer gewohnten Umgebung bleiben. Die Kinder, auch wenn sie selbst nicht von der Krankheit betroffen sind, werden in keiner öffentlichen Schule aufgenommen. Der Mut und die Hoffnung dieser Familien, die aus dem Nichts heraus ein neues Leben in völliger Isoliertheit beginnen mussten, sind bemerkenswert. Die Operation Hoffnung unterstützt den Bau eines Klassenraums, in dem die Grundschulkinder auch während der Regenzeit unterrichtet werden können.

Aufgrund des Bürgerkriegs und der damit einhergehenden Misshandlungen konnten viele Jugendliche nie eine Schule besuchen. Nun geht es vorrangig darum, sie zu fördern. Die Gründung des „Youth Opportunity Centers“ möchte ein deutliches Zeichen in dieser Richtung sein. Auf dem Gelände einer Hilfsorganisation, die während des Bürgerkriegs dort arbeitete, will die Kirche jetzt eine Anlaufstelle für Jugendliche jeglicher Herkunft einrichten, an der ihnen auch Ausbildungsmöglichkeiten geboten werden. Die Operation Hoffnung unterstützt die Errichtung einer Mehrzweckhalle, um das mittlerweile undichte Zelt zu ersetzen.

Siehe auch: Sommer 2013 im Südsudan

Humanitäre Hilfe für Nordkorea

Die Medikamente und medizinischen Geräte, die zum Europäischen Treffen Ende 2011 in Berlin gesammelt wurden, konnten am 11. Februar 2012 losgeschickt werden, um spät im März – Anfang April in Nordkorea anzukommen. Viele folgten dem Ruf der Communauté zu Solidarität mit den Menschen in Nordkorea. Dutzende von Paketen mit Medikamenten, Hunderte von Stethoskopen, Fieberthermometern, Bandagen, Verbandsmaterial, Spritzen und die unterschiedlichsten medizinischen Hilfsgüter, darunter auch mehrere große Kisten mit chirurgischen Geräten sowie zwei Sterilisatoren, wurden gespendet. Die Operation Hoffnung schaffte zusätzlich noch zwei Sauerstoffkonzentratoren an. Alles wurde auf vier Palletten verpackt. In Nordkorea übernahm das Rote Kreuz die Verteilung an Krankenhäuser und ländliche Kliniken.

Diese Hilfe in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz in Nordkorea wurde 2012 und 2013 mit der Sendung medizinischer Ausrüstung (einschließlich eines Elektrokardiogramms, Mikroskope und Notfallkoffer für Ärzte) und Medikamente für Krankenhäuser fortgesetzt.

2011 konnte die Communauté durch die „Operation Hoffnung“ Hilfslieferungen für Menschen, denen es an Nahrung mangelt, nach Nordkorea bringen: 260 Tonnen Weizenmehl und 120 Tonnen Nudeln. 2007 hatte die Communauté bereits eintausend Tonnen Weizenmehl gesendet. Die ersten humanitären Transporte in dieses Land durch die Communauté erfolgten bereits 1998 und 1999, als über eintausend Tonnen Mais an Menschen ging, die unter der jahrelangen Dürre und den anschließenden Überschwemmungen litten.
Seitdem konnte als Zeichen der Solidarität jedes Jahr humanitäre Hilfe ins Land gebracht werden: Milch und Babyflaschen, medizinische Geräte und Medikamente. Ein Bruder der Communauté aus Südkorea war mehrmals in Nordkorea und begleitete manchmal die Verteilung der Nahrungsmittelhilfe.

Taizé ließ 2009 in China eine Million Bibeln drucken

Anlässlich des Europäischen Jugendtreffens, zu dem am Jahresende 2008 über 40.000 Jugendliche in Brüssel zusammengekommen waren, kündigte Frère Alois an, dass die Communauté in China eine Million Bibeln drucken lassen werde, um die Christen in diesem Land zu unterstützen. In Nanjing wurden 200.000 Gesamtausgaben der Bibel gedruckt, sowie 800.000 Ausgaben des Neue Testaments mit den Psalmen. Die Verteilung erfolgte schrittweise im Laufe des Jahres 2009 in den verschiedenen Teilen des Landes.

Die Communauté unterstützte 2009 ebenfalls die Bibelarbeit der Evangelischen Kirchen in China, was 2010 und 2011 fortgesetzt wurde.

Burkina Faso

Burkina Faso liegt in der Sahel-Zone, wo die Trockenzeit ohne Unterbrechung etwa neun Monate andauert. Die Bevölkerung nutzt offene Brunnen, die aber oft austrocknen. Dadurch sind die Menschen gezwungen, unsauberes Wasser zu benutzen, das in künstlichen Becken während der Regenzeit aufgefangen wird. Manchmal müssen die Frauen bis zu zehn Kilometer zu Fuß zurücklegen, um Wasser zu finden, und die wenigen Brunnen werden wegen des raren Wassers und der langen Wartezeiten oft zu einer Konfliktquelle. Operation Hoffnung unterstützt den Bau neuer Brunnen und den Einbau von Pumpen. Diese Brunnen sind wesentliche Mittel zur Wasserversorgung und Krankheitsvorsorge.

2010 wurde ein Projekt unterstützt, um Kinder im Krankenhaus von Nanoro, ebenfalls in Burkina-Faso, mit Milch zu versorgen.

Printed from: http://www.taize.fr/de_article304.html - 12 December 2019
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