Die Brüder der Communauté in Bangladesh

Brüder aus Taizé leben seit 1974 in Bangladesch. Nach einigen Jahren in Chittagong waren sie nach Dhaka, der Hauptstadt des Landes, umgezogen. Seit 1987 leben sie in der Stadt Mymensingh. 2021 ziehen sie nach Thanarbaid, einem kleinen Dorf auf dem Gebiet des Modhupur Nationalparks.

Seit den ersten Jahren kümmern sie sich vorrangig um Jugendliche. Sie haben inzwischen sieben kleine Schulen für Kinder aus mittellosen Familien errichtet, und unterstützen Schüler, organisieren regelmäßig Jugendtreffen in verschiedenen Landesteilen. Ein in der Zwischenzeit verstorbenen Brüder war über dreißig Jahren in der Theologenausbildung in Dhaka tätig.

Seit Jahren spielen auch behinderte Menschen eine große Rolle im Leben der Brüder in Bangladesch. Bereits in Chittagong und Dhaka arbeiteten die Brüder mit behinderten Menschen aus ärmeren Schichten, die damals praktisch keine Unterstützung in der Gesellschaft erfuhren. Im Laufe der Jahre ist ein größeres Bewusstsein für ihre Situation entstanden, und mittlerweile setzen sich zahlreiche Organisationen für ihre Belange ein. Anfang der 1990er Jahre gründeten die Brüder eine der ersten dieser Organisationen in Mymensingh: das „Gemeinschaftszentrum für Behinderte“. Pilgerwege für unterschiedlich behinderte Menschen in verschiedenen Landesteilen wurden in der Kirche organisiert. Sie waren auch an der Gründung der einzigen „Arche-Gemeinschaft“ in Bangladesch beteiligt.

Die Brüder haben aber auch viele Kontakte unter Angehörigen der verschiedenen Stämme, vor allem den Garos (auch Mandi genannt), welche die Mehrheit der Christen im Bezirk Mymensingh bilden. Wie in Taizé beten die Brüder dreimal am Tag und versuchen, Versöhnung zwischen Christen verschiedener Konfessionen, Angehörigen verschiedener ethnischer Gruppen und Anhängern verschiedener Religionen zu säen. Sie stehen in ständigem Kontakt mit den verschiedenen Gruppen, und Menschen aus allen Gesellschaftsschichten gehen bei ihnen ein und aus: Schüler und Studenten, Koranschüler, arme Frauen, Straßenkinder, Christen aller Konfessionen des Landes, Hindus, Muslime und Agnostiker.

Das gemeinsame Gebet in der Kapelle der Brüder in Mymensingh

Printed from: https://www.taize.fr/de_article32042.html - 25 June 2022
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