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Einzelheiten

Ein Pilgerweg des Vertrauens auf der Erde

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Vor allem eine Begegnung

Während des europäischen Jugendtreffens in Zagreb, einer der letzten Stationen des Pilgerwegs des Vertrauens auf der Erde, nahmen kroatische Familien junge Serben in ihren Häusern auf, die für diese fünf Tage von Gebet und Austausch gekommen waren; der Krieg, der diese beiden Völker auseinandergerissen hatte, ist noch nicht so lange her.

Nach dem Treffen in Lissabon vor drei Jahren beschrieb ein Jugendlicher das „Fest der Völker“ am 31. Dezember: „Um Mitternacht fallen sich alle in die Arme. Gute Wünsche werden in allen Sprachen ausgetauscht. Neue Freunde suchen einander in der Menge. Um ein großes Feuer herum singen wir, danken einander für die Begegnung, für den Empfang, für das, was wir miteinander geteilt haben.“

Der „Pilgerweg des Vertrauens“ ist vor allem eine Begegnung mit dem auferstandenen Christus und mit den Anderen. In den gemeinsamen Gebeten öffnen wir uns Gott. In Austausch und Gastfreundschaft ist jeder bereit, Grenzen und Unterschiede zu überwinden, um einander willkommen zu heißen und sich gegenseitig zu bereichern.

Inneres Leben und Solidarität in der Menschheitsfamilie

„Unterwegs auf dem ‚Pilgerweg des Vertrauens auf der Erde’, der Jugendliche aus zahlreichen Ländern zusammenführt, begreifen wir eines immer tiefer: Alle Menschen bilden ein und dieselbe Familie, und Gott bewohnt ausnahmslos jeden Menschen.“ (Frère Alois, Brief aus Kalkutta)

Für Frère Roger war es wichtig, keine organisierte Bewegung um die Communauté ins Leben zu rufen. Im Gegenteil, nach der Teilnahme an einer der Stationen des Pilgerwegs ist jeder eingeladen, zu Hause in seinem Leben umzusetzen, was er vom Evangelium verstanden hat; und dabei auf das innere Leben zu achten und nach konkreten Gesten der Solidarität zu suchen, die jeder in seiner Umgebung verwirklichen kann. In vielen Ländern kommen Jugendliche regelmäßig zu Gebeten mit Gesängen aus Taizé zusammen, stets verbunden mit der Kirchengemeinde vor Ort.

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Wenn es die Treffen in Taizé erlauben, machen sich Brüder auf den Weg, Jugendliche zu besuchen und sie in ihrer Suche zu unterstützen. Solche Treffen sind wie kleine Schritte auf dem „Pilgerweg des Vertrauens“; sie ermöglichen es, unser gemeinsames Engagement in der Kirche vor Ort zu vertiefen.

Die Brüder möchten überall Menschen unterstützen, die nach Frieden und Versöhnung suchen. Auf diese Weise breitet sich der Pilgerweg des Vertrauens „bis an die Grenzen der Erde“ (Apostelgeschichte 1,8) aus. In den letzten Jahren wurden Treffen für Jugendliche in Asien, im indischen Kalkutta, und in Südamerika, in Cochabamba in Bolivien, organisiert. Am Ende jeden Jahres findet ein internationales Jugendtreffen in einer europäischen Großstadt statt.

Manche Brüder leben auf den anderen Kontinenten, meist unter den Ärmsten; sie arbeiten mit Gefangen in Seoul, Südkorea, kümmern sich um Taubstumme in Brasilien, erleichtern das Leben von Behinderten in Bangladesh, betreuen zahlreiche Kinder in Dakar, Senegal… Das Leben der Brüder an diesen Orten ist, genau wie in Taizé, vom Gebet und brüderlicher Gemeinschaft getragen.

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Vertrauen auf der Erde

Auf dieser Homepage werden bevorstehende Treffen und Besuche von Brüdern in verschiedenen Ländern angekündigt; es wird von vergangenen Treffen mit praktischen Beispielen gelebter Solidarität berichtet und Erfahrungen aus dem Leben der Brüder in Afrika, Südamerika und Asien weitergegeben.

Während seiner Besuche auf anderen Kontinenten bereitet Frere Alois einen offenen Brief vor, der jeweils anlässlich der Europäischen Treffen zum Jahresende veröffentlicht wird. Dieser Brief dient im darauffolgenden Jahr als Grundlage für das gemeinsame Nachdenken bei den Treffen in Taizé und anderswo. Brief aus Cochabamba

Der Brief aus Taizé erscheint viermal im Jahr in 17 Sprachen und soll auf dem Pilgerweg des Vertrauens Gebet und gemeinsames Nachdenken unterstützen.

Die E-Mail Nachrichten aus Taizé bringen zweimal im Monat Neuigkeiten aus Taizé und vielen Ländern, kündigen bevorstehende Treffen an und weisen auf Aktualisierungen der Website hin.

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Viele Menschen nehmen überall auf der Erde am „Pilgerweg des Vertrauens“ im Alltag teil. […] Bisweilen müssen wir zu neuen Horizonten aufbrechen, in der Ferne genauso wie ganz in unserer Nähe, um stets aufs Neue die Hoffnung des Evangelium zu entdecken. Unsere Welt, in der das Leiden tiefe Spuren hinterlässt, ist auf Frauen und Männer angewiesen, die durch ihr Leben den Frieden Gottes ausstrahlen. Treffen wir also mutige Entscheidungen, um auf dem Weg des Friedens und Vertrauens weiterzugehen.

Frère Alois in Montreal, Kanada
29. April 2007

Letzte Aktualisierung: 24. Januar 2008