Frère Matthew

Seit 2023 Prior der Communauté
M. Poklukar / ©Taizé

Stationen seines Lebens

Frère Matthew (Andrew Thorpe) wurde am 10. Mai 1965 in Pudsey (Vereinigtes Königreich) geboren. Er gehört der anglikanischen Kirche an und trat im November 1986 in die Communauté von Taizé ein, wofür er sein Medizinstudium abbrach. Im August 1989 legte er sein Lebensengagement ab.

Schon bald wirkte er an der Gestaltung der Jugendtreffen mit und beteiligte sich an der Vorbereitung der Bibeleinführungen, womit er seine Kenntnis der Heiligen Schrift vertiefen konnte. Daneben kümmerte er sich, zunächst gemeinsam mit einem anderen Bruder, um den Empfang der Jugendlichen aus Russland in Taizé, was mit Besuchen in diesem Land verbunden war. Auch nach Estland, Lettland, Schweden, Australien (wo seine Familie lebt) und Neuseeland reiste er regelmäßig.

Im Jahr 2004 verbrachte er mehrere Monate in der Fraternität der Brüder in Bangladesch und kehrte in den darauffolgenden Jahren mehrfach dorthin zurück, um die Brüder zu unterstützen.

Viele Jahre lang begleitete er die jungen Männer, die als Freiwillige in Taizé mitleben, später auch die neueingetretenen Brüder. Er ist an der Umsetzung von Maßnahmen beteiligt, die dem Schutz von Personen in Taizé dienen. Darüber hinaus arbeitet er gerne im Garten und interessiert sich für Fußball.

Als Frère Alois den Zeitpunkt gekommen sah, Veränderungen vorzunehmen, um das Leben der Communauté an die heutige Zeit anzupassen, und dazu sein Amt als Prior der Communauté abzugeben, befragte er alle Brüder und übertrug im Dezember 2023 diese Aufgabe an Frère Matthew. Dieser hatte zuvor mehrere Monate in Rom verbracht und gemeinsam mit anderen Brüdern das Treffen „Together“ zur Eröffnung der Bischofssynode über die Synodalität vorbereitet.

„Gemeinsam auf dem Weg“ und „Mitverantwortung“ sind Worte, die Bruder Matthew häufig gebraucht. In diesem Sinne bittet er zu Beginn seines Dienstes auch vier Brüder, ihm beratend zur Seite zu stehen. Um möglichst alle Brüder an den Überlegungen über die Zukunft der Communauté zu beteiligen, ruft er mehrere Arbeitsgruppen ins Leben, die sich mit den anstehenden Fragen befassen. In dem Wunsch, dort präsent zu sein, wo Menschen besonders leiden, führte ihn seine erste Reise in die vom Krieg gezeichnete Ukraine. Angesichts der Spannungen in der Welt ruft er junge Menschen dazu auf, nach ihren je eigenen Möglichkeiten „Pilger des Friedens“ zu sein.