Jugendtag in Chulucanas und eine provisorische Gemeinschaft
Vom 30. Juli bis 2. August fand das Landesjugendtreffen von Peru statt. Die Communauté war von der katholischen Jugendarbeit eingeladen worden, gemeinsame Gebete vorzubereiten. Dafür arbeiteten wir mit den Augustinerinnen des Klosters der Menschwerdung in Lima zusammen. Vom 30. Juli bis 2. August fand das Landesjugendtreffen von Peru statt. Die Communauté war von der katholischen Jugendarbeit eingeladen worden, gemeinsame Gebete vorzubereiten. Dafür arbeiteten wir mit den Augustinerinnen des Klosters der Menschwerdung in Lima zusammen.
Austragungsort des Jugendtags war Chulucanas, eine Stadt mit rund 70.000 Einwohnern im Norden des Landes, wo eine Durchschnittstemperatur von 25 °C herrscht. Die Herzlichkeit der Bewohner ist sprichwörtlich. Fast 2.500 junge Menschen aus dem ganzen Land nahmen an dem Treffen teil. Chulucanas ist ebenfalls bekannt, weil dort Robert Prevost, der spätere Papst Leo XIV., einst als junger Augustiner-Missionar mehrere Jahre lang. Darauf sind die Einwohner der Stadt immer noch sehr stolz.
In den letzten Jahren haben mehrere Brüder zusammen mit zwei jungen Freiwilligen aus Taizé – Vannia aus Bolivien und Christine aus Frankreich – Peru und Chulucanas besucht. Während des Jugendtreffens konnten wir erleben, welche Freundschaft im Laufe der Jahre mit den jungen Menschen und der Kirche in Peru entstanden war. Vannia und Christine haben das Jugendtreffen mit vorbereitet und erzählen von ihren Erfahrungen.
Christine: Wir kamen am 12. Juli in Chulucanas an und freuten uns, unsere Freunde in dieser kleinen Stadt wiederzusehen, von denen wir uns im Vorjahr mit vielen Tränen verabschiedet hatten.
Wir kamen, um bei den letzten Vorbereitungen für die Veranstaltung und bei der Dekoration für das Taizé-Gebet mitzuhelfen. Je näher der Termin rückte, desto tiefter wurde unsere Freundschaft mit den Jugendlichen der Diözese. Schließlich halfen wir bei der gesamten Dekoration für die Veranstaltung mit: im Fußballstadion, wo die Hauptveranstaltungen stattfanden, und in den elf Bildungsstätten.
Außerdem bereiteten wir ein Projekt vor, das uns zunächst etwas verrückt erschienen: Wir sollten 3.000 Kerzen herstellen, und zwar zwei Tage vor dem Gebet am Samstagabend. Doch dank Bruder Hendriks Erfahrung in Brasilien und der Begeisterung der interessierten Jugendlichen aus Chulucanas wurden es sogar noch mehr Kerzen!
Vannia: Die Tage des Treffens waren sehr intensiv, aufregend, freudig und eine Erfahrung der Zusammenarbeit – gemeinsam mit den Freiwilligen, die in den letzten Jahren jeweils drei Monate in Taizé verbracht hatten, sowie den Augustinerschwestern. Wir waren ein wunderbares Team und es entstand eine tiefe und dauerhafte Freundschaft.
Am Donnerstag trafen die Delegationen aus allen Ecken Perus ein und wurden von den Familien von Chulucanas mit offenen Armen empfangen. Am Nachmittag fand ein „Pasa-Calle“ statt: Alle Teilnehmer zogen mit Transparenten durch die Straßen, sangen, jubelten und tanzten auf ihrem Weg zum Olympiastadion, wo wir uns zum Eröffnungsgottesdienst versammelten.
On Friday evening came the moment we had been looking forward to most: praying together with the songs of Taizé. It was moving to see everyone praying and singing. For some, it was their first experience of prayer with the songs of Taizé, while others were deeply touched to relive what they had shared with us during our visit the previous year. Many young people came forward to the Cross, deeply moved, to accompany Jesus.
Am Freitagabend kam der Moment, auf den wir uns am meisten gefreut hatten: das gemeinsame Gebet mit Gesängen aus Taizé. Es war bewegend, all die Menschen beim Beten und Singen zu sehen. Für manche war es die erste Erfahrung mit den Gesängen aus Taizé; andere waren tief berührt, wieder zu erleben, was sie bei unserem Besuch im Vorjahr mit uns schon einmal erfahren hatten. Viele junge Menschen kamen tief bewegt zum Kreuz, um Jesus zu begleiten.
Am Samstag ging das Programm mit einer Einführung, einer Berufungsveranstaltung und einem Konzert weiter, gefolgt von einem weiteren für uns wichtigen Moment: dem Taizé-Gebet mit Osterlicht, für das wir die Kerzen in unserem wunderbaren, improvisierten Workshop hergestellt hatten. Am Sonntag endete das Treffen und wir mussten uns von den neu gewonnenen Freunden verabschieden.
Zusammen mit Christine, Vannia und Yorvin, einem jungen Peruaner, beginnen zwei Brüder der Communauté, Hendrik und Claudio, vom 3. bis 24. August in Chota eine provisorische Gemeinschaft.
Alle sind zu den täglichen Gebeten eingeladen. Geplant sind außerdem Besuche in Trujillo (an der Küste) und Jaén (am Tor zum Amazonasgebiet). Am 25. August findet gemeinsam mit den Augustinerschwestern um 19.30 Uhr im Kloster der Inkarnation (Avenida Brasil) in Lima ein Gebet statt.