Besuch in Rumänien
Oktober 2025
In den ersten beiden Oktoberwochen reiste ein Bruder aus Taizé durch elf Städte und Dörfer in Siebenbürgen und Moldova (Reiseroute auf GoogleMaps). Diese Zeit war in vielerlei Hinsicht von einer großen Vielfalt geprägt.
Er besuchte Menschen verschiedener Generationen, die die langjährige Freundschaft zwischen Taizé und Rumänien widerspiegeln: ältere Menschen, die bereits in den 1970er- und 1980er-Jahren Brüder aufgenommen haben; Erwachsene, die in den 1990er- und 2000er-Jahren nach Taizé gekommen sind; Studierende, Schülerinnen und Schüler, von denen einige in den letzten Jahren Taizé besucht haben; und sogar Kinder – wie etwa den Chor einer Waldorfschule, der während eines Gebets in Brașov gesungen hat.
Die kulturelle und sprachliche Vielfalt Rumäniens ist ein Geschenk: Rumänen, ungarisch- und deutschsprachige Menschen und andere leben Seite an Seite.
Es fanden Gebete und Begegnungen in orthodoxen Gemeinden statt, ebenso wie in römisch-katholischen, griechisch-katholischen, reformierten und lutherischen Kirchen – und an vielen dieser Treffen nahmen auch andere Christen teil. So wurden diese Momente zu einer echten Begegnung unter Glaubenden verschiedener Traditionen.
Einige Tage nach dem Besuch in Rumänien wurde während des Morgengebets in Taizé der Beginn des Philipperbriefs gelesen – Worte, die mit einer kleinen Anpassung gut den Sinn und das Ziel der Reise nach Rumänien ausdrücken: einander als Christinnen und Christen zu ermutigen und für die bereits bestehenden Beziehungen Dank zu sagen.
Die Brüder von Taizé, Diener Christi Jesu, an alle, die in Rumänien leben und durch Christus Jesus zu den Heiligen gehören – samt den Gemeindeleitern und den Diakonen. Wir wünschen euch Gnade und Frieden von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus. Ich danke meinem Gott jedes Mal, wenn ich an euch denke. Ich danke ihm in jedem Gebet, das ich für euch alle spreche! Ich kann voller Freude beten, weil ihr euch so sehr für die Gute Nachricht einsetzt – vom ersten Tag an bis heute. Ich bin ganz sicher: Der das gute Werk bei euch begonnen hat, der wird es auch vollenden – bis zu dem Tag, an dem Jesus Christus wiederkommt. [...] Gott ist mein Zeuge: Ich sehne mich nach euch allen mit der ganzen Liebe, die Christus Jesus in mir geweckt hat. Und das ist es, worum ich bete: Eure Liebe soll immer noch größer werden und immer mehr geprägt sein von Erkenntnis und umfassendem Verständnis. Ihr sollt selbst überprüfen können, worauf es ankommt. Denn ihr sollt fehlerlos sein und keinerlei Anstoß erregen an dem Tag, an dem Christus wiederkommt. Dann werdet ihr reichlich ausgestattet sein mit dem Ertrag der Gerechtigkeit. Den lässt Jesus Christus wachsen, zur Ehre und zum Lob Gottes. (vgl. Philipper 1,1–11)
1 | Nach der Göttlichen Liturgie in der Kapelle des Nicolae-Steinhardt-Gymnasiums in Sathmar (Satu Mare) (Foto: Florin Groza)
2 | Gebet in der Kirche des griechisch-katholischen Priesterseminars in Großwardein (Oradea) (Foto: Ramona Benedek)
3 | Gebet in der römisch-katholischen Kathedrale Mariä Himmelfahrt in Iași (Foto: Nicoleta Bacaoanu)
4 | Nach dem Gebet in einer Kapelle des Sankt-Franziskus-Gymnasiums in Roman (Foto: Bogdan Balașcă)
5 | Junge Menschen bereiten das Gebet in der lutherischen Stadtpfarrkirche in Hermannstadt (Sibiu) vor (Foto: Sofia Modrescu)
6 | Dekoration für das Gebet in der neu renovierten reformierten Kirche mit zwei Türmen in Klausenburg (Cluj) (Foto: Emőke Bodor)
7 | Gebet in der orthodoxen St.-Stephans-Kirche in Zillenmarkt (Zalău) (Foto: Ioan Coste)
Veröffentlicht am 23.10.2025