Gedanken und Meditationen

Aus dem leben, was du verstanden hast

Donnerstag, 9. April 2026

Viele von euch sind diese Woche aus verschiedenen Teilen Deutschlands, aber auch aus mehreren Diözesen Frankreichs sowie aus Schweden und Litauen. Aber auch aus anderen Länder. Vergessen wir nicht die Jugendlichen, die aus Afrika, Asien und Amerika, insbesondere unter den Freiwilligen, die für längere Zeit hier mitleben und die Jugendtreffen mittragen. Herzlich willkommen euch allen! Gleich werden mir zwei von euch Fragen stellen, und ich versuche, zu antworten, aber zuvor kurz ein paar Worte.

Die Frohe Botschaft seiner Liebe

Samstag, 4. April 2026

Herzlich willkommen Euch allen, die Ihr aus ganz Europa und darüber hinaus die Karwoche hier in Taizé mit uns verbringt. Einen besonderen Gruß richte ich an alle jungen Menschen aus Ländern, in denen derzeit Krieg herrscht. Unter uns sind Jugendliche aus dem Libanon und der Ukraine, die in den letzten Tagen zusammen mit jungen Menschen von anderen Kontinenten zu Beginn des Abendgebets die Ikonen durch die Kirche getragen haben. Ich möchte allen Freiwilligen danken – jungen Erwachsenen aus aller

Betrachtungen zum 4. Adventssonntag

Jesaja 7,10–16; Matthäus 1,18–24

Heute, am vierten Adventssonntag, wird uns in der Lesung Josef vorgestellt. In den Evangelien ist nicht viel von Josef die Rede; der soeben gehörte Text ist eine der wenigen Ausnahmen. Man kann sich vorstellen, wie verwirrt, ja sogar verzweifelt Josef war, als er erfuhr, dass Maria, seine Verlobte, schwanger war. All seine Zukunftspläne waren zunichte gemacht worden. Es war nicht nur eine persönliche Enttäuschung, sondern auch eine öffentliche Schande, die mit dieser Situation einherging. Doch d

Gedanken zum 2. Advent

Jesaja 11,1–10; Matthäus 3,1–12

Die beiden soeben gehörten Texte stellen uns zwei Menschen vor, die sich bewusst waren, dass sie in einem historischen Moment lebten, der die Verantwortung ihres Volkes auf dramatische Weise herausforderte. Dieses Bewusstsein – in Bezug auf Gott – verband sie sowohl mit ihrer Zeit als auch mit der Zukunft. Und auch wenn die Welt vor ihren Augen zu versinken schien, hielten sie an der Hoffnung fest, dass der Geist Gottes unter den Menschen etwas bewirken kann. Johannes der Täufer erwartete einen

Gedanken zum 1. Adventssonntag

Jesaja 2,1–5; Matthäus 24,37–44

In diesem Jahr gedenken wir am ersten Adventssonntag auch des Apostels Andreas. Ich möchte daher ganz herzlich den Schwestern von Saint-André, deren fast 60-jährige Präsenz in Ameugny ein Geschenk Gottes ist, sowie all denen unter uns ein frohes Fest wünschen, die den Namen Andreas oder Andrea tragen! Was sagen uns die Texte, die wir gerade gehört haben, zu Beginn dieses neuen Kirchenjahres? Die Lesung aus dem Buch des Propheten Jesaja verkündet Frieden. Die Zeit, in der Jesaja lebte, war nicht

Pilger der Hoffnung, Pilger des Friedens

Samstag, 30. August 2025 | Besondere Woche 2025

Als sich [der Geheilte] Petrus und Johannes anschloss, lief das ganze Volk bei ihnen in der sogenannten Halle Salomos zusammen, außer sich vor Staunen. Als Petrus das sah, wandte er sich an das Volk: Israeliten, was wundert ihr euch darüber? Was starrt ihr uns an, als hätten wir aus eigener Kraft oder Frömmigkeit bewirkt, dass dieser gehen kann? Der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Gott unserer Väter, hat seinen Knecht Jesus verherrlicht, den ihr verraten und vor Pilatus verleugnet habt, ob

Die Hoffnung von Ostern

Freitag, 29. August 2025 | Besondere Woche 2025

Jesus kam mit seinen Jüngern zu einem Grundstück, das man Getsemani nennt, und sagte zu ihnen: „Setzt euch und wartet hier, während ich dort bete.“ Und er nahm Petrus und die beiden Söhne des Zebedäus mit sich. Da ergriff ihn Angst und Traurigkeit, und er sagte zu ihnen: „Meine Seele ist zu Tode betrübt. Bleibt hier und wacht mit mir!“ Und er ging ein Stück weiter, warf sich zu Boden und betete: „Mein Vater, wenn es möglich ist, gehe dieser Kelch an mir vorüber. Aber nicht wie ich will, sondern

Hoffnung hat mit Wahrheit und Gerechtigkeit zu tun

Donnerstag, 28. August 2025 | Besondere Woche 2025

Der Herr hört die Schreie der Gerechten; er entreißt sie all ihren Ängsten. Nahe ist der Herr den zerbrochenen Herzen, er hilft denen auf, die zerknirscht sind. Der Gerechte muss viel leiden, doch allem wird der Herr ihn entreißen. Er behütet all seine Glieder, nicht eines von ihnen wird zerbrochen. Den Frevler wird seine Bosheit töten; wer den Gerechten hasst, muss es büßen. Der Herr erlöst seine Knechte; straflos bleibt, wer zu ihm sich flüchtet. (Psalm 34,18–23) Dieser Psalm kann uns beruhig

Nach Hoffnung suchen

Mittwoch, 27. August 2025 | Besondere Woche 2025

Jesus sagte zu seinen Jüngern: „Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott, und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: ‚Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?‘ Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. Und wohin ich gehe – den Weg dorthin kennt ihr.“ Thomas antwortete ihm: „Herr, wir wissen nicht,

Menschen der Hoffnung zuhören

Dienstag, 26. August 2025 | Reflexionswoche 2025

Als Jesus einige Tage später nach Kafarnaum zurückkam, wurde bekannt, dass er wieder zu Hause war. Und es versammelten sich so viele Menschen, dass nicht einmal mehr vor der Tür Platz war; und er verkündete ihnen das Wort. Da brachte man einen Gelähmten zu ihm; er wurde von vier Männern getragen. Weil sie ihn aber wegen der vielen Leute nicht bis zu Jesus bringen konnten, deckten sie dort, wo Jesus war, das Dach ab, schlugen die Decke durch und ließen den Gelähmten auf seiner Tragbahre durch die

Der Mut, zu hoffen

Montag, 25. August 2025 | Besondere Woche 2025

Gott sprach zu Abraham: „Deine Frau Sarai sollst du nicht mehr Sarai nennen, sondern sie soll Sara (Herrin) heißen. Ich will sie segnen und dir auch von ihr einen Sohn geben. Ich segne sie, so dass Völker aus ihr hervorgehen; Könige über Völker sollen ihr entstammen.“ Da fiel Abraham auf sein Gesicht nieder und lachte. Er dachte: ‚Können einem Hundertjährigen noch Kinder geboren werden, und kann Sara als Neunzigjährige noch gebären?‘ Dann sagte Abraham zu Gott: „Wenn nur Ismael vor dir am Leben

Vergiss den Schatz deines Glaubens nicht

Donnerstag, 21. August 2025

Diese Woche freuen wir uns besonders über mehrerer Gruppen orthodoxer Christen aus verschiedenen Ländern, die diese Woche unter uns sind, um uns einen Einblick in ihren orthodoxen Glauben zu geben. Historisch gesehen und auch heute noch leben viele orthodoxe Christen in der östlichen Hälfte des europäischen Kontinents. Morgen feiern wir anstelle des Abendgebets die orthodoxe Göttliche Liturgie, zu der alle eingeladen sind. Diejenigen von uns, die aus den westlichen Kirchen komm