TAIZÉ

Aktuelles

Gebetswoche für die Einheit der Christen

Aus Anlass der Gebetswoche für die Einheit der Christen vom 18. bis 25. Januar findet das Abendgebet am Mittwoch, den 18. Januar bereits um 18 Uhr statt, gefolgt von einem kleinen Imbiss.

Zuvor werden zwei Brüder ab 17.15 Uhr in Raum 15 über die geplante „Versammlung des Volkes Gottes – Together“ berichten, über die Näheres während der diesjährigen Gebetswoche bekannt gegeben wird.

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(Foto: Cedric Nisi)

Zum Tod von Papst emeritus Benedikt XVI.

Am heutigen 31. Dezember 2022 erreichte die Brüder und die Teilnehmer des Europäischen Treffens in Rostock die Nachricht, dass Papst emeritus Benedikt in das Leben der Ewigkeit eingetreten ist. Frère Alois sprach zu Beginn des Gebets einige Worte des Andenkens und lud alle Anwesenden zu einem Moment der Stille ein. Hier einige Erinnerungen von Frère Alois an seine Beziehung zu Taizé:
Der Tod von Papst emeritus Benedikt XVI. berührt uns in Taizé. Seit über einem halben Jahrhundert stand er mit unsere Communauté in Verbindung. Joseph Ratzinger und Frère Roger hatten sich bereits beim Zweiten Vatikanischen Konzil kennengelernt, an dem der eine als theologischer Berater und der andere als Beobachter teilnahm.
 
Ich selbst erinnere mich, wie ich mit Frère Roger bei einem Jugendtreffen, das wir in München vorbereitet hatten, beim dem angesehenen Theologen und Erzbischof von München wohnte. Er hatte uns sehr herzlich im Bischofshaus aufgenommen.
 
Als Frère Roger später jedes Jahr Papst Johannes Paul II. in Rom traf, besuchte er oft auch Kardinal Ratzinger, den damaligen Präfekten der Glaubenskongregation, um mit ihm zu sprechen.
 
Der letzte Brief, den Frère Roger drei Tage vor seiner Ermordung schrieb, war an den neugewählten Papst Benedikt XVI. gerichtet. Frère Roger teilte ihm mit, dass er aufgrund seines hohen Alters nicht zum Weltjugendtag nach Köln kommen könne, dass er ihn aber so bald wie möglich in Rom aufsuchen wolle. Der Papst hatte diesen Brief bei der Generalaudienz am Mittwoch danach in Händen, als er mit Trauer den tragischen Tod des Gründers unserer Communauté bekanntgab. Er schätzte Frère Roger sehr und schrieb fünf Jahre nach dessen Tod: „Möge uns sein Zeugnis einer Ökumene der Heiligkeit auf unserem Weg zur Einheit inspirieren.“
 
Ich selbst bin sehr dankbar dafür, wie Benedikt XVI. mich einige Monate nach dem Beginn meines Dienstes als Prior der Communauté empfang. Im Jahr 2005 waren sowohl Johannes Paul II. als auch Frère Roger gestorben. Wie sollt die Beziehung unserer Communauté zum Papst weitergehen? Von der ersten Audienz an war mir klar, dass er uns vertraute und ich ihn jedes Jahr besuchen konnte. Er sagte mir: „In Taizé habt ihr die Gesänge und die Stille, ihr geht mit den Jugendlichen zum Wesentlichen, zu einer persönlichen Beziehung mit Gott.“ Das war für beide von uns etwas sehr Wichtiges.
 
Die Beziehung zu ihm fand ihren Höhepunkt in dem Gebet, das am 29. Dezember 2012 während unseres Europäischen Jugendtreffens in Rom in seiner Gegenwart stattfand. Vor Tausenden von Jugendlichen auf dem Petersplatz sagte Benedikt XVI. unter anderem: „Ich versichere euch, dass die katholischen Kirche auch weiterhin unwiderruflich nach Wegen der Versöhnung suchen wird, um zur sichtbaren Einheit der Christen zu gelangen.“
 
Wenige Wochen später trat er zurück. Es war mir ein Anliegen, ihn im darauffolgenden Jahr zu besuchen, um ihm für die unerschütterliche Unterstützung zu danken, die er unserer Communauté und ihrer Berufung stets gewährt hat.



Foto: (C) Servizio Fotografico dell’Osservatore Romano | Vatican Media

Ursula von der Leyen in Taizé

Taizé • Pressemitteilung | Freitag, 19. August 2022

Die internationalen Jugendtreffen in Taizé gehen nach zwei Jahren der Pandemie weiter. Seit Ostern haben über 20.000 Jugendliche an den wöchentlichen Treffen teilgenommen, die im Wesentlichen aus den gemeinsamen Gebeten, Gesprächen in kleinen Gruppen, Thementreffen und praktischer Mitarbeit bestehen.

Am Ende des Sommers steht ein außergewöhnlicher Besuch an: Ursula von der Leyen, die Vorsitzende der Europäischen Kommission, wird am Samstag, den 27. August in Taizé sein. Sie wird die Brüder der Communauté treffen sowie die Jugendlichen, die in dieser Woche in Taizé sind. Um 17.30 Uhr wird sie zu allen über aktuelle europäische Themen sprechen.

Während dieser besonderen Woche für junge Erwachsene zwischen 18 und 35 Jahren werden auch verschiedene andere Experten Thementreffen anbieten, darunter Fachleute aus Wissenschaft und Politik. Das vollständige Programm steht hier zur Verfügung. Ein Sonderprogramm befasst sich in dieser Woche mit dem Schutz der biologischen Artenvielfalt.

Frère Alois, Prior der Communauté von Taizé: „Wir Brüder der Communauté wünschen uns, dass alle jungen Menschen, die nach Taizé kommen, spüren, dass das Vertrauen auf Gott ihnen hilft, einen Sinn in ihrem Leben zu finden und im Alltag Verantwortung zu übernehmen. Der Besuch von Ursula von der Leyen ist ein wichtiges Zeichen dafür, dass die Bestrebungen und das Engagement der jungen Generation von den politischen Entscheidungsträgern und Institutionen wahrgenommen und berücksichtigt werden. In diesem Sinn ist dieser Besuch angesichts der schweren Krisen der Gegenwart ein Zeichen der Hoffnung.“

Weiteres in Kürze

  • • Am Samstag, den 20. August kommt im Rahmen einer „Woche über den orthodoxen Glauben“ Metropolit Dimitrios aus Paris nach Taizé und feiert um 9 Uhr in der Versöhnungskirche die Göttliche Liturgie.
  • • Das Abendgebet wird weiterhin täglich als Audio-Live-Stream über die Internetseite von Taizé übertragen, das Gebet am Samstagabend als Video-Live-Stream.

Akkreditierung für Medienvertreter

Um den Vortrag von Ursula von der Leyen als Journalist oder Fotograf zu begleiten, ist eine Akkreditierung über dieses Online-Formular erforderlich.

Für Fotos vom Sommer in Taizé, für Interviews mit Brüdern der Communauté oder jungen Freiwilligen bitte an media taize.fr schreiben.

Ein kleines Treffen in Taizé

Vom 10. bis 12. Juli fand auf Einladung der Communauté von Taizé ein Treffen mit Jugendseelsorgern aus verschiedenen Ländern statt. Es ging dabei um die Frage, wie der laufende Synodale Weg in der katholischen Kirche zu einer besonderen Etappe auf der Suche nach der Einheit der Christen und der gesamten Menschheitsfamilie werden kann und wie vor allem junge Menschen einbezogen werden können.

Zu den Teilnehmern gehörten unter anderem Sr. Nathalie Becquart vom Sekretariat der Synode in Rom; der Dominikaner Hyacinthe Destivelle vom Dikasterium zur Förderung der Einheit der Christen; P. João Chagas vom Dikasterium für Laien, Familien und das Leben sowie Frère Alois, Prior der Communauté von Taizé. Diese Tage ermöglichten, in großer Vielfalt und in der Hoffnung auf Einheit voranzugehen.

Die Jugendtreffen in Taizé gehen weiter

Seit Anfang Juni finden unter Beachtung der behördlichen Auflagen in Taizé wieder Jugendtreffen statt.

Das gewohnte Programm wird wiederaufgenommen, jedoch unter den mit den Hygienemaßnahmen verbundenen Einschränkungen und mit einem eventuell geänderten Zeitplan.

Jeder, der nach Taizé kommt, verpflichtet sich, alle Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen zu beachten. Insbesondere:

  • die „Abstandsregeln“ und den Mindestabstand von einem Meter zu anderen Personen einzuhalten
  • mindestens einen Mund-Nasen-Schutz pro Tag mitzubringen und diesen in geschlossenen Gebäuden zu tragen, mit Ausnahme des Schlafraums. Wir zählen auf die Mithilfe aller bei der Beachtung dieser Regeln.

Ein eigenes Zelt mitzubringen hilft uns bei der Organisation der Treffen.

Anmeldung auf dieser Seite.

Jugendliche zwischen 18 und 28 Jahren, die für mehrere Wochen bleiben möchten, finden Näheres auf der Seite: Für länger in Taizé mitleben

Da wir im April und Mai keine Erwachsenen über 30 Jahre aufnehmen konnten, können diese zusätzlich zu den hier angegebenen Daten für 2020 auch zwischen dem 1. November und dem 20. Dezember nach Taizé kommen.