TAIZÉ

Aktuelles

Botschaft von Frère Alois

Im Andenken an Desmond Tutu

Liebe Angehörige,
liebe Freunde,

an diesem Tag, an dem Erzbischof Desmond Tutu in das Leben der Ewigkeit eingegangen ist, möchte ich Ihnen meine Zuneigung und die der gesamten Communauté von Taizé zum Ausdruck bringen. Fast fünfundsechzig Jahre lang haben Sie sein Leben und seinen kämpferischen Einsatz geteilt.

Der Geist des auferstandenen Christus hat ihn zu einer Quelle der Weisheit und des Mutes für Südafrika und die übrige Welt gemacht – in den dunkelsten Stunden der Apartheid und auf dem langen Weg hin zu Gerechtigkeit und Versöhnung in Ihrem Land.

Wir sind dankbar für die Freundschaft, die Erzbischof Tutu und unsere Communauté bereits über vierzig Jahre verbindet. Seit Frère Rogers Besuch in Johannesburg im Jahr 1978 und seinem eigenen Besuch in Taizé 1979 waren wir im Gebet verbunden und teilten die gleiche Leidenschaft, die junge Generation für den Glauben zu begeistern. Im Jahr 1980 organisierte er in einer Zeit großer Spannungen in Ihrem Land, zusammen mit 144 jungen Südafrikanern unterschiedlicher Herkunft, Konfessionen und sozialer Schichten, einen Pilgerweg der Versöhnung nach Taizé. Seit dieser Zeit hat er treu Hunderten von jungen Südafrikanern geholfen, die von ihren Kirchen entsandt wurden, um ihr Land bei den verschiedenen Etappen des von Taizé organisierten Pilgerwegs des Vertrauens zu vertreten. Vor zwei Jahren hatte er es sich nicht nehmen lassen, mit vielen anderen am internationalen Jugendtreffen teilzunehmen, das wir in Kapstadt vorbereitet hatten.

In seiner Grußbotschaft an die Teilnehmer des von Taizé vorbereiteten Pilgerwegs im Jahr 1995 in Johannesburg schrieb er: „Das Gebet schafft einen Raum, in dem wir uns begegnen und wachsen können, indem wir einander lieben.“

Gemeinsam mit Menschen guten Willens auf der ganzen Erde und ganz besonders mit den jungen Menschen auf dem afrikanischen Kontinent danken wir für sein Leben und seinen Dienst. Desmond Tutu wird auch nach seinem Tod all diejenigen inspirieren, die nach Gerechtigkeit und Frieden suchen.

Frère Alois, Prior der Communauté von Taizé

Beim Treffen in Kapstadt, 2019

Frère Paul (1951-2021)

François Belloy, der bei seinem Eintritt in die Communauté von Taizé im Jahr 1975 den Namen Frère Paul annahm, ist am frühen Morgen des 16. Dezember 2021 im Schlaf nach einer langen und schweren Krankheit gestorben. Der Gottesdienst zu seinem Begräbnis findet am Sonntag, 19. Dezember, um 11.30 Uhr in der Versöhnungskirche von Taizé anstelle der sonntäglichen Eucharistiefeier statt.

Frère Paul wurde am 10. Juli 1951 in Châteauroux in Zentralfrankreich als zweites von sechs Geschwistern geboren. Während seines Studiums an der Breguet-Schule für Informatik in Paris lernte er die Communauté kennen, die zu dieser Zeit das Konzil der Jugend vorbereitete. In diesem Rahmen unternahm er im Sommer 1972 mit drei weiteren jungen Leuten eine Reise durch die damals kommunistisch regierte UdSSR. In Moskau entstanden auf diese Weise erste, sehr diskrete Kontakte zu jungen Menschen in diesem Land, die ihren christlichen Glauben im Geheimen leben mussten.

Ein Jahr vor Abschluss seines Studiums trat er 1975 in die Communauté ein, wo er an Ostern 1979 sein Lebensengagement ablegte. Von Anfang an brachte er seine technischen und juristischen Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen ein: Trinkwasser, Abwasser, Stromversorgung, Telekommunikation, Videoausrüstung ... Nach und nach führte er die Informatik in den Alltag der Communauté ein. Diese Fähigkeiten stellte er auch in den Dienst der Europäischen Jugendtreffen.

1983 wurde Frère Paul in den Gemeinderat von Taizé gewählt, wo die Communauté seit langem durch einen und später durch mehrere Brüder vertreten war. In dieser Funktion und vorübergehend als stellvertretender Bürgermeister setzte er sich tatkräftig für das Leben der Gemeinde und der umliegenden Region ein. Er arbeitete unter anderem in den Zweckverbänden für die Wasser- und Stromversorgung und später im Rahmen des Kommunalverbunds mit, bis seine Krankheit ihn 2020 immer mehr einschränkte.

Zu diesem Zeitpunkt war er bereits durch eine Autoimmunkrankheit geschwächt, die ihm allmählich alle körperlichen Kräfte raubte und mehrere Krankenhausaufenthalte in Paris, Mâcon und Cluny nötig machte. Er blieb jedoch bis zum Schluss bei klarem Verstand und behielt sich ein waches Interesse, sowohl für das Leben der Communauté und seiner großen Familie als auch für die Ereignisse in Kirche und Welt.

Pressemitteilung | Der Pilgerweg des Vertrauens geht nach dem Sommer weiter

Dienstag, 21. September 2021

Seit Juni waren insgesamt mehr als 7.000 Besucher in Taizé. Trotz mehrerer Covid-Fälle in der Communauté im August – zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie – konnten die Jugendtreffen durch ein mit den Behörden ausgearbeitetes Protokoll weitergehen. Die nächsten größeren Treffen werden dann über Allerheiligen stattfinden, wenn viele französische Oberstufenschüler nach Taizé kommen.

Das nächste Europäische Jugendtreffen findet vom 28. Dezember bis zum 1. Januar 2022 in Turin, Italien, statt. In den nächsten Tagen fahren drei Brüder der Communauté nach Turin, um mit den Jugendlichen vor Ort und den verschiedenen Kirchenverantwortlichen die bereits begonnenen Vorbereitungen in den örtlichen Gemeinden fortzusetzen und Gastgeber für die jungen Teilnehmer des Treffens zu suchen. Einige Veranstaltungen werden online übertragen, um von überallher die Teilnahme zu ermöglichen.

Frère Alois fährt fort: „Angesichts der schwierigen Situation aufgrund der Pandemie blicken viele Menschen mit Sorge in die Zukunft; gleichzeitig nimmt die Polarisierung in unserer Gesellschaft zu. Deshalb ist es so wichtig, einander zu begegnen, miteinander zu beten, sich auszutauschen und zuzuhören. So sind wir sehr dankbar, dass der Sommer in Taizé gut verlaufen ist.“

Neues in Kürze

  • Die Kirchen von Glasgow haben Taizé eingeladen, während der COP26 ein Abendgebet mit Studenten und jungen Menschen in Glasgow vorzubereiten. Zwei Brüder der Communauté werden aus diesem Anlass vom 7. bis 12. November in Glasgow sein.
  • Seit einigen Monaten gibt es die „Taizé-Podcasts“ mit Aufnahmen der gemeinsamen Gebete, Bibeleinführungen und Betrachtungen sowie Interviews mit Menschen aus allen Lebensbereichen, die in Taizé mitleben oder der Communauté nahestehen.

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Worte von Frère Alois zur Eröffnung des synodalen Wegs

Frère Alois war eingeladen worden, am Samstag, den 9. Oktober 2021 in Rom zur Eröffnung des zweijährigen synodalen Prozesses der katholischen Kirche über das Thema Synodalität zu sprechen. Hier der Text seiner Ansprache.


Ich danke Ihnen, Heiliger Vater, für die Einberufung dieser Synode. Wir haben uns in Taizé über die Einladung zu seiner Eröffnung sehr gefreut und möchten Ihnen auch für die Tradition danken, Delegierte anderer Kirchen einzuladen. Es wird sehr hilfreich sein, von deren Erfahrung mit Synodalität zu hören, von ihrem Nutzen und ihren Grenzen.

Dieser synodale Prozess kommt in einem Moment der Geschichte, in dem wir zwei gegensätzliche Entwicklungen beobachten: Zum einen wird der Menschheit immer mehr bewusst, dass wir alle sowohl untereinander als auch mit der gesamten Schöpfung verbunden sind. Zum anderen kommt es auf sozialer, politischer und ethischer Ebene zu einer immer stärkeren Polarisierung, die zu neuen Spaltungen führt – in der Gesellschaft, zwischen Ländern und sogar in Familien.

Leider führen auch Unterschiede zwischen und innerhalb unserer Kirchen zu Trennungen, wo doch unser Zeugnis des Friedens so wichtig wäre.

Wie können wir die Einheit der Christen vorantreiben? Diese Frage habe ich vor Kurzem Pastor Larry Miller, dem früheren Generalsekretär des Global Christian Forum, gestellt. Er hat mir geantwortet: „Es ist nicht gut, dass wir immer sagen: ‚Wir sind diese oder jene und haben aus folgenden Gründen Recht.‘ Wir müssen vielmehr unsere Fehler erkennen und die anderen Kirchen um Hilfe bitten, um zu empfangen, was uns fehlt. Eine solche empfangende Ökumene hilft uns, vom anderen etwas anzunehmen.“ Ist es nicht richtig, was dieser Pfarrer sagt? Wir alle tragen den Schatz Christi in irdenen Gefäßen, und er strahlt vielleicht noch mehr, wenn wir in Demut bekennen, was uns fehlt.

Diese Synode wird innerhalb der katholischen Kirche eine große Vielfalt zum Vorschein bringen. Diese Vielfalt wird umso mehr Frucht bringen, je mehr sie mit einer intensiven Suche nach Gemeinschaft einhergeht. Dabei sollen bestehende Konflikten nicht übergangen, sondern ein versöhnender Dialog gefördert werden.

Deshalb wäre es schön, wenn im Laufe dieser Synode wie kleine Atempausen stattfänden, um innezuhalten, um die in Christus bereits bestehende Einheit zu feiern und sichtbar zum Ausdruck zu bringen.

Heiliger Vater, Sie laden uns zum Träumen ein. Deshalb möchte ich an dieser Stelle sagen, wovon ich träume: Könnten im Rahmen dieses synodalen Wegs einmal nicht nur Delegierte, sondern das Volk Gottes, nicht nur Katholiken, sondern die Glaubenden der verschiedenen Kirchen zu einem großen ökumenischen Treffen eingeladen werden? Durch die Taufe und die heilige Schrift sind wir doch Schwestern und Brüder in Christus, und bilden eine zwar noch unvollkommene, aber reale Gemeinschaft, auch wenn es theologische Fragen gibt, die noch nicht geklärt sind.

Im Mittelpunkt einer solchen Versammlung stünde – hier in Rom und zur gleichen Zeit anderswo auf der Welt – eine schlichte Liturgie, bei der wir das Wort Gottes hören, mit einem langen Moment der Stille und einem Gebet für den Frieden. Könnten junge Menschen die Protagonisten eines solchen Gebets sein? Könnte diese Feier in ein Gespräch zwischen den Konfessionen übergehen? Wir würden dabei entdecken, dass wir dort, wo wir in Christus vereint sind, zu Friedensstiftern werden.

Die Erfahrung unseres Lebens in Taizé ermutigt mich, diesen Vorschlag zu machen. In unserer Communauté kommen wir aus verschiedenen Konfessionen und leben unter ein- und demselben Dach. Seit über sechzig Jahren nehmen wir junge Menschen auf, die einer der verschiedenen Kirchen angehören oder einfach auf der Suche nach dem Sinn ihres Lebens sind. Dabei suchen wir nicht nach dem uns allen gemeinsamen Minimum; die Quelle des Evangeliums zieht uns stets an, der auferstandene Christus, der uns gemeinsam, durch den Heiligen Geist, zum Vater ausnahmslos aller Menschen führt.

Foto: Tilen Čebulj

Geschwisterlicher Besuch in Taizé

Ende August ging die Communauté einen besonderen und neuen Schritt: Sie empfing geschwisterlichen Besuch. Frère Alois erklärt, was damit gemeint ist:

Um besser zu verstehen, was Gott von unserer Communauté in dieser Zeit der großen Veränderungen in der Welt und in der Kirche erwartet, haben wir beschlossen, mit einigen Personen von außerhalb unserer Communauté über unser Leben und die Herausforderungen für die Zukunft zu sprechen.

Dazu haben wir zwei Frauen und zwei Männer unterschiedlicher konfessioneller Herkunft und mit verschiedenen Aufgaben innerhalb der Kirche zu einem „geschwisterlichen Besuch“ nach Taizé eingeladen. Sie verbringen bis Ende August sechs Tage bei uns, um die verschiedenen Aspekte unserer Gemeinschaft näher kennenzulernen und zu verstehen. Alle Brüder, die dies möchten, können persönlich mit ihnen über das Gemeinschaftsleben sprechen und dazu Vorschläge machen. Die Brüder, die in kleinen Fraternitäten in anderen Teilen der Welt leben, haben ebenfalls die Möglichkeit zu einem solchen Gespräch per Internet. Die vier Personen, die mit uns diesen Austausch führen, teilen uns in der Folge ihre Eindrücke mit.

Der Grund zu einer solchen Initiative liegt nicht darin, dass wir eine bestimmte oder dringend anstehende Frage klären müssten, aber wir sind der Meinung, dass ein Blick von außen auf das Leben der Communauté wichtig und von Nutzen ist.

Hinsichtlich der Jugendtreffen besteht ein solcher Blick von außen bereits seit langem. Sie werden von einem Verein getragen, der aus Freunden der Communauté besteht und sich um sämtliche materiellen Aspekte im Zusammenhang mit den Treffen in Taizé kümmert. Für die Communauté selbst findet ein solcher Besuch zum ersten Mal statt.


(Foto: Cédric Nisi)

Pressemitteilung | In Taizé hat der Sommer begonnen

Mittwoch, 14. Juli 2021

Nach einem sehr schwierigen Jahr aufgrund der Pandemie gehen die internationalen Jugendtreffen in Taizé (Frankreich) wieder weiter. Mit den zuständigen Behörden wurde ein Protokoll erstellt, um die Einhaltung der Hygieneregeln sicherzustellen. So können jede Woche mehrere hundert Menschen am Programm teilnehmen, zu dem das gemeinsame Gebet, Gespräche in Kleingruppen, Thementreffen und Mitarbeit bei den anfallenden Arbeiten gehören.

Die besonderen Momente des diesjährigen Sommers sind:

Weitere Neuigkeiten in Kürze

  • Das tägliche Abendgebet wird als Audio live auf der Internetseite von Taizé übertragen; samstags als Video über den YouTube-Kanal von Taizé
  • Die Brüder der Communauté haben in den letzten Monaten neue Produkte entwickelt, wie etwa die „Carrés de Taizé“, Kekse aus eigener Produktion, und selbstgemachte Kräutertees, die in Taizé und online erhältlich sind.

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Frère Alois: „Wir haben euch vermisst!“

Zu Beginn dieses Sommers freuen wir Brüder der Communauté uns, diejenigen unter euch, die in den nächsten Wochen nach Taizé kommen, hier begrüßen zu können. Zusammen mit den Schwestern in Taizé und Ameugny sowie mit den jungen Freiwilligen der letzten Monate können wir sagen: „Wir haben euch vermisst!“

Natürlich werden wir diesen Sommer noch mit der schwierigen gesundheitlichen Situation im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie leben müssen. Wir müssen die Hygieneregeln einhalten und dürfen nicht meinen, dass alles schon hinter uns läge. Wir werden auch weiterhin an alle denken, die in der vergangene Zeit gelitten haben, und wir werden für die Menschen beten, die in der Pflege arbeiten und dadurch ein besonderes Risiko eingehen.

Freuen wir uns, dass wir nach so schwierigen Monaten wieder zusammenkommen können! Jede Sommerwoche werden mehrere hundert Jugendliche in Taizé sein, überwiegend Einzelpersonen oder kleine Gruppen von Freunden, aber auch Erwachsene und Familien. Wir freuen uns darauf, mit euch in der Versöhnungskirche zu beten und auch euch zuzuhören.

Noch immer kann man nicht von überall zu uns nach Frankreich kommen. Deshalb übertragen wir weiterhin das tägliche Abendgebet als Audio und samstags als Video. Außerdem wird jeden Samstagnachmittag ein Workshop aus Taizé online übertragen.

Zu Beginn des Sommers möchte ich zum Schluss noch all denen danken, die in den letzten Monaten die Jugendtreffen in Taizé unterstützt haben, und auch all denen, die uns mitgeteilt haben, wie viel ihnen die Übertragung der gemeinsamen Gebete bedeutet, und die uns andere Zeichen der Verbundenheit geschickt haben.

Herzliche willkommen – wir freuen uns auf euch in Taizé!

Frère Alois

Karwoche und Ostern aus Taizé mitleben

Auf dieser Seite erscheinen die verschiedenen Veröffentlichungen, die von Taizé während der Karwoche und am Ostertag in den sozialen Netzwerken gemacht wurden.

Wie gewohnt ist die Kurzlesung des Tages auf dieser Seite verfügbar, genauso wie das kurze Gebet von Frère Alois im Mittagsgebet auf dieser Seite.

Palmsonntag

Fotos vom Gebet an der Quelle Saint-Etienne


Gedanken zum Tag von Frère Stephen


Montag

Gedanken zum Tag von Sœur Gabi


Übertragung des Mittagsgebets


Dienstag

Gedanken zum Tag von Frère Frank


Übertragung des Mittagsgebets


Mittwoch

Gedanken zum Tag von Frère Sebastian


Übertragung des Mittagsgebets


Gründonnerstag

Gedanken zum Tag von Frère Jean


Übertragung des Mittagsgebets mit der Fußwaschung


Sonderprogramm von jungen Freiwilligen


Karfreitag

Gedanken zum Tag von Sœur Clare


Übertragung des Mittagsgebets | Prozession mit dem Kreuz


Sonderprogramm von jungen Freiwilligen


Karsamstag

Gedanken zum Tag von Frère Andras


Übertragung des Mittagsgebets


Sonderprogramm von jungen Freiwilligen


Ostersonntag

Ostergottesdienst


Sonderprogramm von jungen Freiwilligen


Frère Sylvain (1933-2021)

Am Dienstag, den 2. Februar ist Frère Sylvain friedlich entschlafen. Beim Abendessen mit den Brüdern fühlte er sich plötzlich unwohl und starb von einem Moment auf den anderen. Er war 87 Jahre alt. Die Beerdigung fand am Freitag, den 5. Februar um 12 Uhr in Taizé statt.


Foto: Martine Magnon („Journal de Saône-et-Loire“; Rechte vorbehalten)

Gebet von Frère Alois

Gott aller Menschen, gelobt seist du für unseren Bruder Sylvain, für das lange Leben, das du ihm auf Erden geschenkt hast, und für seine bescheidene und diskrete Gegenwart unter uns.

Durch den Heiligen Geist hast du ihm sein Leben lang Kraft gegeben. Schon sehr früh hat er seine Mutter verloren und musste sich um seine Schwester und seinen Bruder kümmern. Dabei hat er gelernt, auch in schweren Zeiten fröhlich zu bleiben, und einen gesunden Humor bewahrt. Sein Vertrauen hat auf die Menschen ausgestrahlt, die du ihm anvertraut hast.

Wir danken dir, dass du besonders in den vierzig Jahren bei ihm warst, in denen er mit den Brüdern auf den Philippinen, in Japan und Korea gelebt hat. Mit ihnen zusammen ist er – um Christi und des Evangeliums willen – auf die schwächsten Menschen zugegangen und hat in großer Einfachheit versucht, Brücken zu bauen zwischen den Kulturen, den verschiedenen Gesichtern der Menschheit.

Du hast ihn in einer alten hugenottischen Familie im Bergland der Ardèche zur Welt kommen lassen. Aus diesen seinen Wurzeln hat er gelebt und eine tiefe Liebe zur Heiligen Schrift entwickelt. Die Berichte der Bibel haben ihn geprägt, und mit der ihm eigenen künstlerischen Begabung hat er sie in vielen Zeichnungen und unlängst bei der Ausgestaltung der Kathedrale von Oran ins Bild gesetzt.

Wir danken dir, lebendiger Gott, für seinen Tod in Frieden und dafür, dass du ihn jetzt bei dir aufnimmst.


Foto: Taizé

Bruderrat der Communauté: Gebet von Frère Alois

Vom 26. bis 31. Januar fand der jährliche Bruderrat der Communauté statt. Hier das abschließende Gebet von Frère Alois.


(Foto: Barnabás Cseh)

Gelobt seist du, Gott des Lebens. In einer schweren Zeit für die Menschheit wenden wir uns an dich. Gib uns die Kraft, diese Prüfungen mit Gelassenheit anzunehmen.

Unsere Fürbitte wird noch inniger: Zeige deine Gegenwart den Menschen, die am Coronavirus oder einer anderen Krankheit leiden, unter den Folgen von Umweltkatastrophen, Unrecht, Gewalt oder Vertreibung. Sei bei denen, die keine Kraft mehr haben.

Wir vertrauen dir auch heute die Opfer von Macht- und Vertrauensmissbrauch an, besonders diejenigen, die in der Vergangenheit von einem von uns sexuell missbraucht wurden. Steh denen bei, die mit dem erfahrenen Leid zu leben versuchen.

Wir loben dich für alle, die inmitten des Leids auf der Welt helfen, Wunden zu heilen und sich für andere einsetzen. Sie sind Zeichen der Hoffnung und bringen die Menschheit voran.

In dieser Zeit großer Veränderungen rufst du uns auf umzukehren. Wir möchten uns immer wieder von deiner Gegenwart ergreifen lassen, wie Mose am brennenden Dornbusch, wie die Jünger von Emmaus und so viele andere – du meinst es gut mit uns. Wir möchten alles daransetzen, damit unser Leben zu einem Zeichen für deine Zukunft und deine Treue wird.

Du hilfst uns, unser persönliches und unser gemeinsames Gebet zu erneuern. Mögen nicht unsere Sorgen, so ernst sie auch sein mögen, im Mittelpunkt unseres Lebens stehen, sondern das Feuer der Liebe Christi.

Gelobt seist du für die vielen Gesten der Hilfe, die wir erhalten. Sie sind ein schöner Ausdruck der Gemeinschaft der Kirche. Führe uns zu einer sichtbaren Einheit all derer, die Christus lieben.

Danke, lebendiger Gott, für unser gemeinsames Leben. Es ist im Lauf des letzten Jahres tiefer geworden und noch einfacher. Und in diesen Tagen hast du uns wieder die Augen geöffnet für die Schönheit dessen, was du uns schenkst. Christus nennt uns seine Brüder, und er vertraut uns einander als Brüder an. Wir danken dem Heiligen Geist, dass er uns Tag für Tag die Vielfalt unter uns als Reichtum sehen und auch weiterhin in gütiger Brüderlichkeit leben lässt. Auf diese Weise können wir zu einer immer größeren universellen Brüderlichkeit beitragen.

Gelobt seist du, dass du uns ein noch größeres Bewusstsein für unsere Verantwortung für die Schöpfung schenkst. Gelobt seist du für die jungen Menschen, die uns darauf aufmerksam machen, und für die Wissenschaftler und Politiker, die versuchen, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Gott des Friedens, wir wissen noch nicht, was in den gegenwärtigen Geburtswehen der Menschheit entsteht. Möge dein Heiliger Geist unseren Blick verändern, um einen neuen Horizont zu erkennen und in Zukunft zu verstehen, was du von uns erwartest.

So machen wir uns als einfache Pilger des Vertrauens wieder auf den Weg. Möge der Geist des Festes uns auch bei geringen Mitteln beflügeln.

Wir loben und preisen dich, ewiger Gott. Wir danken dir für das Leben und glauben, dass du in jedem von uns, in unserer Gemeinschaft und in der Welt von heute am Werk bist – durch Christus, der bei uns ist, und durch deinen Heiligen Geist, der uns führt.

Nun strecken sich diejenigen Brüder, die sich für immer engagiert haben, auf dem Boden aus, um auf diese Weise an ihre Lebenshingabe zu erinnern.


Im Advent

  • Vor der Versöhnungskirche wurde wie jedes Jahr entlang der Straße eine Weihnachtskrippe aufgebaut, die jede Woche erweitert wird.



  • Das von Frère Alois jeden Tag im Mittagsgebet gesprochene Gebet erscheint weiterhin hier auch auf Deutsch.

Covid-19 und die Treffen in Taizé

Aufgrund der Covid-19-Pandemie wurde in Frankreich im Frühjahr 2020 und nach Allerheiligen ein Lockdown angeordnet. Im Zeitraum dazwischen konnte die Communauté vom 14. Juni bis zum 30. Oktober die Jugendtreffen auf dem Hügel durchführen. Ein entsprechendes Protokoll mit fünfzig Maßnahmen wurde erstellt und an die Präfektur übermittelt.

In den letzten Monaten waren insgesamt etwa sechstausend Menschen für mehr als einen Tag in Taizé und haben an den Wochentreffen teilgenommen; darüber hinaus haben viele andere auf der Durchreise Taizé besucht. Alle Teilnehmer der Treffen wurden vor dem Aufenthalt und bei der Ankunft über die Auflagen und die „Abstandsregeln“ informiert, als Ausdruck der Aufmerksamkeit gegenüber den anderen, insbesondere den Schwächsten.

Gemeinsam zu beten, andere zu treffen und dabei eine Maske zu tagen und Abstand zu halten, ist nicht immer einfach. Doch durch die Beteiligung aller sind die Treffen in Taizé gut und ohne Ansteckungsherde verlaufen.

In diesen viereinhalb Monaten haben einige Teilnehmer an den Treffen während ihres Aufenthalts in Taizé erfahren, dass sie zuvor Kontakt mit Menschen hatten, die positiv auf Covid-19 getestet wurden. Auf behördliche Anweisung wurden diese „Kontaktfälle“ isoliert und getestet. Außerdem hatten einige wenige Personen Symptome des Coronavirus und wurden ebenfalls getestet, die meisten ihrer Testergebnisse waren negativ. Doch es gab auch positive Tests (siehe die Aufstellung unten).

Die Brüder der Communauté und die jungen Freiwilligen, die während der Allerheiligen-Feiertage in Kontakt mit Gruppen Jugendlicher waren, gingen Anfang November eine Woche lang in Quarantäne, keiner von ihnen ist erkrankt.

Wir möchten hiermit allen danken, die in dieser Zeit in Taizé waren und unter diesen besonderen Bedingungen an den Treffen teilgenommen haben.

Aufstellung sämtlicher uns bekannten Fälle

Personen, die in den letzten Monaten das Coronavirus hatten:

  • Eine Dame, die am 5./6. September in Taizé war und uns erzählte, dass sie sich wahrscheinlich schon vorher mit dem Virus angesteckt habe. Wir konnten feststellen, wer mit dieser Person in Taizé Kontakt hatte; niemand davon erkrankte.
  • Ein Mann, der am 4. Oktober an einem diözesanen Treffen in Taizé teilgenommen hat. Einige Tage später erfuhren wir, dass er positiv getestet wurde, ohne dass bekannt war, ob er das Virus bereits während des Tages in Taizé hatte.
  • Vier Personen, die gemeinsam mit dem Auto gekommen und am Wochenende des 3. und 4. Oktober in Taizé waren. Sie wurden einige Tage später positiv getestet. Ein Bruder hatte mit ihnen Kontakt, er wurde negativ getestet.
  • Eine junge Frau, die vom 11. bis 14. Oktober in Taizé war und davor engen Kontakt mit einer kranken Person hatte. Sechs Personen, die engeren Kontakt mit dieser Frau hatten, mussten vor Ort isoliert werden; alle wurden negativ getestet.
  • Ein Begleiter einer Jugendgruppe, die am 23./24. Oktober in Taizé war, dessen Frau, die nicht mit in Taizé war, während seines Aufenthalts positiv auf Covid-19 getestet wurde. Wir haben nicht erfahren, dass andere Personen dieser Gruppe erkrankten.
  • Ein Begleiter einer Jugendgruppe, die vom 22. bis 26. Oktober in Taizé war, und der im Bekanntenkreis Covid-Fälle hatte. In dieser Gruppe haben wir ebenfalls von keinen Krankheitsfällen gehört.
  • Während seines für den 26. bis 30. Oktober geplanten Aufenthalts in Taizé erfuhr ein junger Mann, dass einer seiner Eltern positiv auf Covid getestet worden war. Er wurde isoliert und getestet; das Testergebnis war positiv. Auch seine näheren Freunde wurden isoliert und ohne Kontakt mit ihrer Gruppe mit dem Auto nach Hause gebracht, wo sie getestet wurden. Ein Freund des betroffenen Jugendlichen wurde ebenfalls positiv getestet, aber die anderen, die im gleichen Schlafsaal mit ihm untergebracht waren, hatten ein negatives Testergebnis.
  • In einer großen Gruppe, die vom 26. bis 30. Oktober in Taizé war, hatte ein Jugendlicher nach der Rückkehr zu Hause Symptome von Covid-19. Er wurde getestet und war positiv. Die Jugendlichen, die engen Kontakt zu ihm hatten, wurden getestet, insbesondere diejenigen, die im gleichen Schlafsaal untergebracht waren; die Ergebnisse waren negativ. Der betreffende Jugendliche war bei einer Gruppe von Brüdern der Communauté zum Mittagessen eingeladen, und der Bruder, der bei diesem Essen neben ihm saß, wurde ebenfalls getestet, und das Ergebnis war negativ. Wenige Tage nach ihrer Rückkehr verloren drei Jugendliche aus dieser Gruppe ihren Geschmacks- und Geruchssinn; sie wurden getestet, und das Ergebnis war positiv. Wir wissen nicht, ob diese Jugendlichen während ihres Aufenthalts in Taizé mit dem Virus infiziert waren, aber als Vorsichtsmaßnahme wurden diejenigen, die in den gleichen Schlafsälen wohnten, getestet, und die Ergebnisse waren negativ.

E-Mail-Nachrichten aus Taizé | September 2020

Auf dieser Seite veröffentlichen wir den Text der letzten Ausgabe der E-Mail-Nachrichten aus Taizé. Um diese Nachrichten regelmäßig zu erhalten, sich bitte hier abonnieren.

Nach einem besonderen Sommer gehen die Jugendtreffen in Taizé weiter

Der Sommer war in Taizé aufgrund der Covid-19-Pandemie nicht wie gewohnt. Seit Juni konnten die Jugendtreffen ohne Schwierigkeiten, aber unter strikter Einhaltung der „Hygieneregeln“ stattfinden, die als „Gesten der Achtsamkeit“ anderen, insbesondere den Schwächsten gegenüber, bezeichnet werden.

Jede Woche im Juli und August waren etwa 500 Personen gekommen – hauptsächlich Einzelpersonen oder kleine Gruppen von Freunden, aber auch einige Jugendgruppen aus Deutschland, Frankreich, Polen, Estland und den Niederlanden. Aus den Niederlanden kam zudem Mitte August das Fernsehteam eines evangelischen Sonntagsprogramms aus Anlass einer kürzlich veröffentlichten neuen CD.

In den nächsten Wochen gehen die Jugendtreffen weiter. Ausnahmsweise können im November und Dezember dieses Jahr auch Erwachsene über 30 Jahre teilnehmen.

Ende 2020: Das Europäische Treffen in Taizé

Nach der Verschiebung des Europäischen Treffens in Turin laden die Brüder junge Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren zu einer neuen Etappe des „Pilgerwegs des Vertrauens auf der Erde“ nach Taizé ein: Das Europäisches Treffen wird also vom 27. Dezember 2020 bis 1. Januar 2021 in Taizé stattfinden.

Es ist möglich, sich bis Anfang Dezember auf der Internetseite von Taizé dazu anzumelden. Die Teilnehmerzahl wird voraussichtlich auf 500 begrenzt sein, wobei Jugendliche aus verschiedenen Ländern die Möglichkeit zur Teilnahme erhalten sollen. Über unterschiedliche Online-Initiativen werden junge Menschen von den anderen Kontinenten in das einmalige Programm einbezogen.

Wer möchte, kann bereits in der Woche vom 20. bis 27. Dezember 2020 kommen und Weihnachten in Taizé mitfeiern.

Anfang Januar werden Brüder dann zu gemeinsamen Gebeten mit Gesängen aus Taizé in verschiedene Städte Europas reisen, möglichst in jedes Land. Weitere Informationen demnächst hier.

Ein zweifacher Jahrestag im August

Im August gab es einen zweifachen Jahrestag in Taizé: vor 80 Jahren, am 20. August 1940, kam Frère Roger nach Taizé und sein Todestag jährte sich am 16. August zum 15. Mal. Bei einem der wöchentlichen Treffen mit Jugendlichen sagte Frère Alois dazu: „Dieser Monat August ist für uns Brüder ein Anlass, Gott für das Leben von Frère Roger zu danken, der vor 80 Jahren zum ersten Mal nach Taizé gekommen war. Das war der Anfang einer Gründung, die über viele Jahre hinweg in Etappen weiterging.“

Neues in Kürze

  • Ende August konnten 300 junge Erwachsene aus über 50 Ländern an einem speziellen „Online-Wochenende“ teilnehmen – mit Bibeleinführungen, Gesprächsgruppen und Thementreffen.
  • Am selben Wochenende wurde eine ähnliche Initiative für Familien angeboten, die diesen Sommer nicht nach Taizé kommen konnten.

Übertragung der gemeinsamen Gebete

Die Übertragung der gemeinsamen Gebete aus Taizé geht weiter. Diese Initiative, die zu Beginn des Lockdown begonnen wurde, hat eine konkrete Verbundenheit mit vielen Menschen auf der ganzen Welt ermöglicht:

  • Jeden Tag ist es möglich, die Mittags- und Abendgebete in der Versöhnungskirche audio mitzuverfolgen.

Rückblick auf die Workshops in diesem Sommer

Im Sommer standen mehrere Workshops auf dem Programm, u.a. mit Schwester Cécile Renouard vom ökologischen „Campus der Transition“, dem Europaabgeordneten Philippe Lamberts, der evangelischen Theologin Katharina Opalka, Christoph Benn vom „Joep-Lange-Institut“ in Genf und Germain Dasylva, einem ehemaligen Mitarbeiter FAO.

Jeden Samstagnachmittag wurde einer dieser Workshops online übertragen. Siehe hier

Abendgebet für die Bewahrung der Schöpfung

Vom 1. September bis zum 4. Oktober kommen Christen auf der ganzen Welt zu Gebeten, zum Austausch und zu konkreten Aktionen rund um die Bewahrung der Schöpfung zusammen. Das dritte Jahr in Folge steht auf den Internetseiten von Taizé ein Vorschlag für ein solches Gebet zur Verfügung.

Gebet

Heiliger Geist, in den schweren Zeiten unseres Lebens machst du uns Mut, auf Christus zu schauen. Ihm gehören die Höhen und die Tiefen, die Freuden und die Sorgen unseres Lebens. Und wenn sich scheinbar unüberwindliche Hindernisse vor uns auftun, können wir uns auf deine Barmherzigkeit verlassen, um auch weiterhin zu lieben.

Brief von Frère Alois an die Jugendlichen in Belarus

Liebe Freunde,

wir verfolgen in Taizé sehr aufmerksam die Ereignisse in Eurem geliebten Land, und ich möchte Euch sagen, dass wir Euch sehr nahe sind. Wir haben in den Fürbitten für Euer Land gebetet, und mit meinen Brüdern denke ich mit diesen Worten im Gebet an Euch:

Auferstandener Christus, du kennst unsere Ängste und unsere Not. Unermüdlich sprichst du zu uns: „Fürchte dich nicht, ich bin da.“ Wir vertrauen dir das Volk von Belarus an, insbesondere diejenigen, die für Gerechtigkeit und Freiheit kämpfen. Zeige deine Gegenwart all denen, die Gewalt erleiden. Du bist unser Frieden.

In tiefer Gemeinschaft mit Euch allen

Fr. Alois



Brief als PDF

Ein zweifacher Jahrestag in Taizé

Diese Woche wird in Taizé eines zweifachen Jahrestags gedacht:
des 15. Todestags von Frère Roger am 16. August 2005 und des 80. Jahrestags seiner Ankunft in Taizé am 20. August 1940.

Frère Alois:

Der 20. August erinnert uns an den Anfang einer Gründung, die bereits seit Jahren im Herzen Frère Rogers herangereift war und zu einer schrittweisen Suche wurde – einem Weg von vielen Versuchen, von Zögern und Zweifeln, bis hin zum entscheidenden Moment des Lebensengagements der ersten Brüder an Ostern 1949. Diese Dynamik Frère Rogers hat sich sein ganzes Leben hindurch gezeigt – auf besondere Weise in der Abfassung der Regel und den späteren Quellen von Taizé.

Es lohnt sich, über Frère Rogers Art des Vorgehens nachzudenken und sich davon inspirieren zu lassen: Er verließ sein Land und ließ sich in Taizé nieder, ohne einen vorgefertigten Plan zu haben und ohne zu wissen, was Gott auf lange Sicht von ihm erwartete. Er wusste nur, dass er anfangen und einen ersten Schritt tun musste. Mit dem ersten Schritt entdeckt man den zweiten und kann nach und nach den Weg gehen. So hat Frère Roger sein ganzes Leben gelebt; und darin hat der 20. August für uns seine besondere Bedeutung.


Gebet am 20. August

Das von Frère Alois jeden Mittag gesprochene Gebet erscheint täglich hier.

Lebendiger Gott, wir danken dir für die Berufung, die Frère Roger, unser Bruder, von dir empfangen hatte. Heute vor achtzig Jahren war er nach Taizé gekommen mit der Absicht, ein geistliches Leben zu führen in dieser Gegend, in der die Menschen unter dem tiefen Riss litten, der quer durch die damalige Welt ging. So wie ihn lädst du uns ein, Zeugen der Gemeinschaft zu sein, damit die Christen zur Einheit finden und dazu beitragen, dass dein Friede in der Menschheit erstrahlt.


Einige Artikel:

Auf Deutsch

Auf Französisch

  • Interview mit Frère Alois auf den Internetseiten der Katholischen Kirche in Frankreich
  • Artikel auf den Internetseiten des französischen Fernsehens France 3 Burgund
  • Artikel auf cath.ch

Auf Italienisch

  • Interview mit Frère Alois im Osservatore Romano